Abrechnungsmonat: Vanitas

Alles leer und eitel.

Das neue Leben, von dem ich so oft sprach, am 1. September nun beginnt es. Begann schon viel früher, spätestens seit der Geburt unserer kleinen Madame steht es Kopf und treibt wunder-wundervolle Blüten. Aber gut, es gibt ein Datum, an dem alles Bisherige endlich endet. Das neue Heim macht sich bereit, das alte muss sich leeren. Und so bin ich seit einiger Zeit dabei, auszuräumen. Diesmal richtig. In den hintersten Ecken noch Reste alter, unbrauchbar gewordener Wäsche, verstaubte Erinnerungen, die kein Mensch mehr braucht. Oder will. Trübgewordener Inhalt, Dornröschenschlaf ohne Happy End. Vertrocknete Lippen empfangen keine Küsse.

Säckeweise verstummter Schmerz, kaum mehr wahrnehmbar. Tüten voll abgelegter Trauer und Schuhkartons verblichener Gefühle – wohin damit? Mit Sicherheit nicht ins neue Heim, weder auf den Speicher, noch in den Keller. Mein Herzgerüst ist zwar erstarkt und stabiler denn je, aber ich werde es nicht mit alten Laste¦r¦n füllen, dazu ist es mir zu schade. Der Platz wird benötigt für Neues, Schönes und all das, was noch kommt, schön oder nicht. Keine Einmachgläser mehr voll eingekochter Begegnungen. Schauen heißt jetzt vorwärts. Vorwärtsfreuen, vorwärtsleben. Fürs Zurück fehlt mir glücklich jegliche Zeit.

Konsequent – jetzt endlich bin ich es – wird aussortiert, entsorgt, entrümpelt. Endgültig. Die neuen Gestade locken, und leicht fällt mir der Abschied, jeden Tag ein bisschen mehr. Und sei es, dass mich der Inhalt des einen oder anderen Müllsacks dennoch fesselt – ein wenig Wühlen mag erlaubt sein – ruft mich aus der Wiege leises Wehklagen zurück in meine Zukunft. Nie war mir leichter als jetzt, das Ende zu Füßen, der Anfang klar voraus.

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Der längste Monat ist der Januar

Ganze 31 Tage zählt er, der erste Monat des Jahres. Dennoch kommt er mir seit langer Zeit sehr viel länger vor als jeder andere Monat. Ich vermute, es liegt daran, dass man im Dezember so sehr auf das Jahresende hingearbeitet hat, um an den Feiertagen, dazwischen und vielleicht über ein kleines Urläubchen danach die Füße hochzulegen. Dass es meistens anders kommt, ist ja hinlänglich bekannt. Oder hat sich schon mal jemand im Weihnachtsurlaub wirklich entspannt? Und schon prügelt der Januar wieder los, es hagelt neue Projekte, neue Arbeit und vor allem ist da noch all das Liegengebliebene, was man mehr oder weniger sorglos aufs Neue Jahr verschoben hat.

Mein Januar begann deshalb mit ein paar Tagen Urlaub, die ich aufgrund längerer Abwesenheit noch nehmen musste, damit sie nicht verfallen. Einfach schön, mal nur auf der Couch zu liegen oder in der Badewanne, endlich wieder Bücher zu lesen, vielleicht ein kleiner Ausflug … Aber nein, auch JB hat so ein Gedankenkarussell im hübschen Köpfchen, sodass diese Entspannungsphasen mehr dazu genutzt wurden, neue Pläne zu schmieden – Hallo? Nachwuchs als einziges Jahresvorhaben? Nicht mit uns! Wir haben eine Menge aufzuholen, zumindest ist das mein Eindruck, wenn ich das Resultat dieser 31 Januartage vor mir sehe.

Ich bin dieser Tage so zufrieden mit mir wie gefühlt noch nie. Was ich anpacke, gelingt. Weil ich es anpacke, und nicht ausharre und warte, was sich von selbst erledigt (das ist nämlich genau nichts). Und es ist so leicht! Seit die Gesundheit sich dazu entschlossen hat, wieder ihren vertrauten Job stabil auszuführen, sind meine Gedanken endlich frei für all die vielen neuen Dinge, auf die ich Lust habe, auf die ich so lange gewartet habe. Die jetzt Schlange stehen und abgearbeitet werden wollen. Plus: Ich habe jetzt einen JB, der ganz ähnlich tickt und ebenso voller Tatendrang steckt, so dass wir quasi fast das Doppelte von all dem schaffen könnten, was wir beide erreichen wollen. Aber ein bisschen Luft zum Ausspannen muss natürlich auch gegeben sein. Insgesamt fühlt sich der Januar des neuen Jahres sehr gesund und reich an.

Und das ist gut so. Ich weiß nämlich nicht, wie lange ich noch „voll Stoff“ geben kann. Aber es erleichtert mich sehr, zu sehen, dass mit der richtigen Motivation alles so läuft, wie gewünscht. Das macht mir Mut, dass ich in ein paar Monaten doch nicht kopflos zur Mama-Maschine mutiere, sondern vielleicht ein klitzekleinwenig Organisation aufrecht erhalten kann, ein winzigbisschen Souveränität, ein ganz kleines Bisschen Herr meines Lebens bleiben darf. Lassen wir uns überraschen.

Es kann natürlich passieren, dass hier die nächsten Wochen oder Monate gar nichts mehr in meinem schönen Gärtchen gedeiht, was ich für euch pflücken und hübsch arrangieren könnte, wenn die Welle wahrgewordener Träume heranrollt und es nach dem Planen ans Realisieren geht.

Nur so viel: Heute habe ich, weil sonst nichts mehr zu erledigen blieb, meine Steuer gemacht, aus lauter positiver Verzweiflung über den vermeintlichen Stillstand. So früh war ich noch nie dran…

Schluss¦aus, aber wirklich!

Er hatte gestern Geburtstag. Ich habe nicht gratuliert. Nicht per Nachricht, nicht mal auf dieser Plattform, die mich mehr nervt als sie mir nutzt. Endlich mal konsequent sein, denke ich mir. Es ist zwar nicht so, dass wir uns je gestritten hätten. Dass wir uns gegenseitig etwas Schlechtes gewünscht hätten – außer das eine Mal, als ich schon längst JBs Bekanntschaft gemacht hatte. In seiner Vorstellung sind alle Männer nach ihm völlige Idioten. Diese Vorstellung war es letztlich, die mich vertrieb. Also, konsequent keinen Kontakt mehr halten, auch nicht aus Mitleid. Er ist wieder Single, aber das sollte mich am allerwenigsten interessieren.

Es ist wirklich nicht so, dass ich ihn vermisse. Der Gedanke an ihn ärgert mich vielmehr. Ich denke, schuld sind einfach die vielen alten Dinge, die mir jetzt, bei der Renovierung, wiederbegegnen, die kleinen Erinnerungsstücke, die zu meinem Leben gehören. Und vielleicht ist es auch der Blick in die Zukunft. Der mich ermahnt, dass es endlich, endlich Zeit ist, den Schlussstrich zu ziehen. „Okay“, sage ich zur Zukunft, „du hast ja recht. Gib mal den dicken schwarzen Stift, ich zieh ihn jetzt. Den Schlussstrich. Und hepp!“

Das war leicht, verdächtig leicht. Ich schraube die Kappe wieder auf den Stift. Als ich aufblicke, steht JB vor mir und meint: „Es kann doch auch mal leicht sein im Leben. Es ist nicht alles nur kompliziert.“ Ich stimme dem einfach mal zu. Und während die dicke schwarze Linie trocknet und der Geruch von Schlussaus-und-Ende allmählich verfliegt, beschließe ich, dass ab dem gestrigen Datum einfach alles anders ist. Alles neu. Jetzt aber wirklich: Hallo Zukunft!

Rosenregen

Rosenregen

Re¦novierung

Es ist schon dunkel draußen. Fast Schlafenszeit. Ich betrete noch einmal den leeren Raum. In seiner Mitte drehe ich mich um die eigene Achse, betrachte die kahlen Wände. Bahn um Bahn habe ich die alten Tapeten entfernt, sorgfältig, eine nach der anderen. Ich weiß gar nicht, wie lange ich gebraucht habe. Es kam mir nicht lange vor. Ich weiß nur, dass es damals eine schiere Unendlichkeit gedauert hat, die Tapeten an die Wand zu kleben. Der erste Raum. Das erste Mal tapezieren, voller Motivation und voller Hoffnung. In rot.

Die Ernüchterung folgte bald auf dem Fuße. Ganz so leicht war es doch nicht, nur mit Motivation und Hoffnung. Fehler passierten, das ist auch gar nicht schlimm, daraus lernt man nur. Dachte ich. Aber jeder geht anders mit Fehlern um. In diesem Raum prallten zum ersten Mal Welten aufeinander. Am Ende, eine schiere Unendlichkeit später, hatten wir es aber geschafft, alle Fehler ausgebügelt, alle unsicheren Stellen perfektioniert bis in die kleinste Ecke. Kein anderer Raum im Haus repräsentierte die Beziehung besser als dieser: Alles Fassade.

Und nun ist der Raum wieder leer, die Wände kahl. Man erkennt noch Farbspritzer von vorangegangenen Renovierungen, lange vor meiner Zeit. Der Mond scheint zum Fenster herein. Ich habe das Bedürfnis, mit den Händen über die rauhen Wände zu wandern. Die Spachtelabdrücke zu erfühlen, die vor vielen Jahren entstanden. Die kaum wahrnehmbaren Ausbuchtungen. Ein altes Haus und seine liebenswerten kleinen Macken. Wieder am Anfang. So hatte es begonnen. Mit nackten Wänden, ein sanfter Geruch von angefeuchtetem Stein, rauh und gleichzeitig glatt unter meinen Händen, pure Nostalgie. Eine Liebkosung, einmal über alle vier Ecken. Noch einmal von vorn, noch einmal nackt und leer. Bereit, wieder neu mit Hoffnung bespannt zu werden.

Was ist das für ein Gefühl, das da in mir aufgeht ? Stolz? Sentimentalität? Ich weiß, welches Kleid die Wände schon morgen erhalten sollten. Aber ich weiß nicht, wie lange ich davon haben werde. Seit viel zu langer Zeit befinde ich mich in einer Warteposition, in der nichts geschieht und das Warten wie zähes Wachs von der Decke tropft und mich lähmt. Doch nun kommt Bewegung ins Spiel. Ich kann einfach nicht verharren, ich muss meine Hände bewegen, ich muss etwas tun. Nur so bewegt sich etwas. Und das tut es. Zwar liegt das Ziel noch im Nebel, aber es nimmt langsam, ganz langsam Konturen an. Und deshalb bespanne ich die nackten Wänden wieder mit Hoffnung, rein und weiß, und sehe dann, was daraus wird. Es ist nie verkehrt, sich zu bewegen, etwas zu er¦schaffen.

Wie lange? Ich weiß es nicht. Und ich versuche auch nicht darüber nachzudenken. Jetzt ist jetzt. Und Morgen kommt, ganz bestimmt. Das aufkeimende Gefühl, was es nun auch sein mag, lenkt meinen Blick zu einem Bleistift auf der Fensterbank. Ich schreibe meinen Namen an eine der vier Wände, in Kopfhöhe. Da steht er nun. Ich. Und da werde ich bleiben, unter der neuen Tapete, unter der neuen Farbe, die irgenwann später von irgendjemandem aufgetragen werden wird. Die Wand trägt meinen Namen, auch wenn ich schon lange nicht mehr hier wohnen werde.

Mit dir ist die Vergangenheit erloschen.

Du bist mir ein Licht gewesen, hast mein Herz erfreut. Ich bin oft so froh gewesen, dass es dich gab. Ein Stückchen Geborgenheit, ein Stückchen dessen, was mir bereits verloren war. Nur geborgt. Dazugeschlichen habe ich mich, unter deine Flügel und in dein großes Herz, in dem schon so viele Platz fanden, und doch gab es ungefüllten, unerfüllten Raum. Die Türen hast du aber immer gut verschlossen gehalten. Auch dein Schmerz war hinter großen dunklen Toren verborgen, und nur selten schauten seine Ausläufer durch den winzigen Spalt darunter hervor. Denn was bringt es, wenn man sich zeitlebens aufopfert und liebt und tröstet und zuhört und pflegt, wenn keiner sonst mit der gleichen Intensität zurückliebt und tröstet und zuhört. Mich schmerzte das, ich hätte dich gern ein wenig mehr auf Händen getragen, hin und wieder, aber das stand mir nicht zu, weil ich allzu angepasst gewesen war. Und meine eigene Sorge, die habe ich ebenso gut verborgen wie du die deine. Ich glaubte dich zu verstehen. Mit dir zu fühlen. Vielleicht habe ich deshalb so lange gezögert. Um ehrlich zu sein, als ich das Donnergrollen von weitem nahen hörte und wusste, das Unwetter kommt unweigerlich auf mich zu, da dachte ich zuerst an dich. Ich dachte, alle anderen werden damit zurecht kommen, aber dich, ausgerechnet dich, wollte ich nicht verletzen. Doch du verstandest. Liebtest weiter, auch wenn gerade Liebe hier endete und das Ende dieser Liebe der Donnerschlag und seine Folgen waren. Ich bin so froh, dass wir uns im Frühjahr noch sahen, so als wäre nichts, als hätte sich zwischen uns nichts geändert. Hat es auch nicht. Wir trugen uns immer noch gegenseitig im Herzen. Du schlichst dich in meine Gedanken, kurz bevor es zu Ende ging. Ich wollte noch nach dir fragen, da erreichte mich die Nachricht, dass du nach schwerem Kampf von uns gegangen bist. Ich war da, dich zu verabschieden, und es tat weh. Tut immer noch weh. Wie schmerzhaft muss dein Tod erst für diejenigen sein, die dich noch viel länger und zeit ihres Lebens kannten? Ich klammere mich an den Gedanken, dass der Tod auch einen Sinn erfüllen muss: an jenem Tag waren wir alle gleich, all jene, die zu deiner Verabschiedung kamen. Wir waren alle eins, so entzweit wir doch schienen. Keine Schmerzverursacherin, keine Zurückgelassenen. Schmerz bekommt in Zeiten der Trauer eine neue Dimension. Und ich fand Trost in der Berührung, in der Umarmung und selbst im stummen Kopfnicken und hoffte, dass auch ich Trost geben konnte. Du mochtest Rosarot. Ich hatte keine Blumen mit, aber in Gedanken schickte ich dir einen rosaroten lieben Gruß hinterher, hinab, da wo die Sehnsucht deiner letzten Jahre bereits begraben lag. Dich einmal noch in den Arm nehmen. Vielleicht besuchst du mich ja bald im Traum, dann sagen wir uns noch einmal Tschüss. Und ich werde dir Danke sagen. Für alles, was du für mich warst. Und dafür, was du selbst im Tod für mich getan hast: Mit dir ist die Vergangenheit erloschen. Nun sind wir alle bloß noch Mensch.

Wortstrom: Füll¦feder¦halterin

Wie ein Buch lieg‘ ich vor dir, Welt
Recke meine weißen Seiten dir entgegen
Bitte stumm darum, gefüllt zu werden
Nicht leer bleiben will ich, niemals mehr.

Septembersonne brennt, Punkt für Punkt,
Mir sommerwarme Zeichen auf die helle Haut
Nadelspitzen formulieren sanft und stetig
Auf dem Zellstoff Rosenpurpurstickerei.

Ein Rebenmeer schreibt, Zeil‘ um Zeile,
Sehnsuchtsworte in mich hinein
Herzfarbenweit blickst du mich an
Herzweitgefärbt  mein Blick auf  dir.

Dich lass‘ ich die Feder führen, Seit‘ um Seite
Füllst du mich mit blauem Lebenstintenstrom
Nie versiegen lass ihn, die Feder leg‘ nicht nieder
Denn leer bleiben will ich niemals mehr.

 

Sprach¦los¦worte

Seit Madame gelernt hat, wie man spricht und dass es weitaus zielführender ist, Wünsche durch Kommunikation und nicht durch stumme Blicke und Gedankenbeschwörung zu äußern, was die Erfüllung selbiger in sehr viel nähere Reichweite rückt, plappert sie gerne drauflos, ohne groß den Hirnfilter dazuwischen zu schalten. Das ist herzerleichternd und oft jamesbonderheiternd. Und ehrlich. Einer von vielen glücksfördernden Faktoren.

Und so sprechen sich Tag um Tag eine Menge Soglücklichwienochnies und Sofrohdassdudabists und auch das ein oder andere Habdichlieb. Sie plätschern durch die Nacht, wenn Madame und JB sich aneinander festhalten müssen, um nicht davonzufliegen, weil sie’s einfach noch nicht fassen können, reihen sich buchstäblich wie silbrige Perlen mit einem Pling oder Plong auf der medialen Kommunikationsschnur aneinander. Eingebrannt ins Display, eingestickt mit einem Purpurfaden in das Herzgewebe.

Da sind aber noch andere Worte, solche, die nicht so einfach von den Lippen perlen. Die Worte, die man denkt und die man zurück hält, verschließt und versucht, sie durch die Augen schimmern zu lassen. Vor lauter Bedenken, dass sie irgendwie blöde klingen. Vor lauter Scham, der erste gewesen zu sein, der sie benutzt. Vor lauter Angst, dass sie nicht durchdringen, nicht erwidert werden. Vor lauter Panik, den falschen Zeitpunkt erwischt zu haben. Und dann kommt einer dieser Abende. Einer dieser schönen, entspannten Abende mit Freunden, alles ist gut. Nur der Herznächste, der ist physisch nicht anwesend. Die mediale Kommunikationsschnur aber ist gespannt. „Ich liebe Dich“ plingplongt es auf der anderen Seite. Und schon schießen Madame Bedenken, Scham, Angst und Panik zugleich in Kopf und Magen. „Jetzt ist es gesagt“ schicke ich nach, eine laue Entschuldigung. Kein Antwort-Plingplong. Selber schuld, Madame.

Und selbst wenn er das doof fand! Ich lass‘ mir mein Herz nicht verbieten! Soll er’s doch sagen, wenn er das doof fand! Mir egal, es war immerhin nicht gelogen! Doofmadame. „Je ne regrette rien“ plingplonge ich dann am nächsten Tag. Angriff ist die beste Verteidigung. Das Wiedersehen tags darauf fällt so wie immer aus, und ich vergesse einfach, was passiert ist. Ich kann damit leben, was ist schon Reden, wenn man Fühlen haben kann. Zudem beschäftigt mich auch noch meine immer noch anhaltende Erkältung, und daher bin ich schweigsamer als sonst, sehne mich nach meinem Kissen und der Nachtruhe. Die Augen geschlossen, das Hörvermögen noch aktiviert, aber bereit zum Herunterfahren, treten diese Worte an mein Ohr: „Ich liebe dich natürlich auch. Das wollte ich dir aber persönlich sagen. Ich liebe dich.“ Ploiing, hellwach. Und da wird mir die ganze Tragweite bewusst, als ich überlege, wie ich gerade aussehe: zerzauselt, aus glasigen Fieberaugen in blitzendblaue Lachsonnen starrend, mit rotgeschneuzter Nase und krankverschwitztem Schlafshirt. Wenn das nicht die absolut goldrichtige Situation ist, dann weiß ich auch nicht. Siebenzueins für JB.

Und ich? Schweige. Stillvergnügt. Und ein wenig entsetzt. Mir selbst kommen nämlich keine Worte über die Lippen. So gerne ich möchte, sie kommen einfach nicht, sie trauen sich nicht, immer noch nicht, obwohl doch alles gut ist. In der Hinsicht bin ich sprachlos. Wortleer und gefühlgefüllt.

Siebenmeilensteine

Ich will. Schreiben. Ich will endlich schreiben. Aber es passiert nichts in meinem Kopf. Manchmal überfallen mich Gedanken, aus denen sich was bauen ließe – was genau dabei herauskommt, das weiß ich anfangs nie, aber einmal angefangen zu formulieren, wächst ein Textchen, ein Gedichtchen meist schon ganz von selbst. Aber auch das will mir nicht gelingen.“Zu glücklich“, klagte ich dieser Tage. Und, ehrlich gesagt, auch ein wenig überdrüssig, immer wieder über mich und mein Leben zu referieren. Seien es die ach-so-neuen Erkenntnisse, dass es mir jetzt abermillionenmal besser geht als noch vor 14 Monaten (14,5 Monaten, will man genau sein) oder diese verflixt-klebrigen Scheißherzchen allüberall, die sich an jeden Gedanken heften, der sich in meinem Kopf entspinnt. Kürzlich las ich, dass der Körper sich nach 12 bis 24 Monaten an diesen Rauschzustand biochemischen Ursprungs gewöhnt hat. Es besteht also noch Hoffnung.

Derweil ich auf der Oxytocinwelle schwimme, fallen mir leider nur die neusten Entwicklungen in meinem nicht-mehr-ganz-so-neuen Leben ein, über die ich berichten könnte: Ich habe Sperrmüll angemeldet. Oh ja, ein nicht zu unterschätzender Schritt! Aber auch nur, weil es tatsächlich dringlich und notwendig wird; der zukünftig vom gesammelten Sperrmüll befreite Platz muss mit Feuerholz für den Winter bestückt werden, und das muss ich zeitnah ordern, sonst geht es mir wie im vergangenen Winter, dass ich nichts mehr bekommen habe und vor der Wahl stand, von überall her Restholz zusammenzukratzen oder mir den hübschen Hintern abzufrieren. Und da ich ja Verantwortung für zwei Katzen habe, die nichts in der Welt mehr lieben, als sich fett und faul vor dem Ofen auszustrecken, entschied ich mich fürs Holzbetteln.

Mittlerweile funktioniert unsere Mensch-Katze-Beziehung sehr viel besser als noch zu Beginn unseres mehr oder minder fremdarrangierten Zusammenlebens. Seit meine Scheidungskinder Freigang haben, habe ich weniger Mord- und Tierheimabschiebegedanken, weniger (und doch noch beachtlich viele) Katzenhaare (überall. Wirklich. Überall.) und bessere Nerven. Katzpfotige, schnurrnasige Meilensteine. Bliebe tatsächlich nur noch, an mir selbst zu arbeiten, nachdem Haushalt und Heimtierpflege offensichtlich in besseren Bahnen laufen.

Mein Schneckenhaus war mir ein begehrter Rückzugsort in allen Lebenslagen. Brach ein Stürmchen los, zog ich ruckzuck die Fühler ein und wartete, bis es vorüberzog. Fremde Menschen, neue Herausforderungen? Hach nein, daheim im Häuschen ist noch so viel zu tun! Aber ich arbeite daran. Zwinge mich nach draußen. Buche einen Flug und ein Hotelzimmer und hoffe, dass ich nicht aufgefressen werde, wenn ich ohne Schneckenhaus, aber mit ganz viel Lust und Vorfreude im Gepäck demnächst ganz allein verreise. Nix besonderes? Für mich schon. Es bedeutet für mich einen gewaltigen Schritt nach vorne und eine ganze Fülle an neuen Erfahrungen: nicht nur die Reise selbst, alleinst und höchstselbst geplant, und die große Stadt; vorallem sind es die voraussichtlichen Begegnungen, fernab vom PC, über den es so viel leichter ist zu kommunizieren, wenn man sich nicht dabei in die Augen sieht … Herz¦mit¦teilen ist offensichtlich ungemein einfacher als Augen¦blicke¦teilen. Was muss ein Mensch manchmal so alt werden, um Dinge zu tun, die für andere völlig selbstvertändlich sind…

Ha, und da hat sie’s schon wieder getan, die Madame! Über ihr ach-so-tolles-neues Leben referiert. Langweilig! Und deshalb, ich habe es mayumi versprochen, hier die Auflistung der häufigsten Suchanfragen, die bisher hierher geführt haben:

    • Platz eins belegt, wer hätte es gedacht: mme contraire – Fühlst du dich angesprochen? Ich weiß, wer du bist. In echt.
    • was tun gegen katzenexkrement auf fußnoden? – Herrlich. Egal ob Fußnoden, -boden oder -hoden, ich gebe hier den ultimativen Geheimtipp: aufwischen.
    • pubertierende schwärmt für erwachsene – Möglicherweise kokettiert die pubertierende Menschheit mit einem höheren Entwicklungsstadium, nur eine Vermutung.
    • bella blond im möbelmarkt – Na danke.
    • pulververschwörung – Guy Fawkes lässt grüßen
    • liebesverlust geschmolzene herzen – Geht es bei mir wirklich so schwülstig zu? I am deeply sorry!
    • müde glanzlose augen – Oft ein Zeichen von Überlastung. Kenne ich. Kannte ich.
    • wortbasteleien – Gibt es bei mir auch.
    • vom braven mädchen zum metaller – Hell yeah. Grüße an Frau Knobloch an dieser Stelle.
    • ektorp sitzkissen verliert federn – Bitte wenden Sie sich an Frau Blond ein paar Punkte weiter oben … Schweinerei, das.
    • gehen, bleiben Lope de Vega – Stimmt, darüber habe ich auch mal was geschrieben.
    • oh contrair – Ja, fast.
    • fräulein contraire – Ach, dankeschön, ich erröte …
    • will contenance werden – Ich auch, mein(e) Liebe/r. Ich auch.
    • 11 Stunden nach einem Waidwundschuss – …ist die Jägerin wieder auf der Pirsch. Was dachtest du denn?
    • was ist drin im lebensrucksack – Über¦lebens¦ge¦wichtiges?
    • geschrammel cash – Still a burning thing

Warum tun wir das? Ich könnte mich genau so gut über solche Suchanfragen (auch wenn diese hier weit weniger spektakulär sind) still und heimlich beömmeln, ohne euch damit zu belästigen. Aber statt dessen breite ich sie vor euch aus und kommentiere sie auch noch. Vielleicht, weil ich momentan nicht viel Kreatives zu sagen habe. Aber, wie schon gesagt: es besteht Hoffnung. In 12 bis 24 Monaten.

Lebens¦zeich¦n¦en

Du liebe Güte, wie sieht es hier nur aus? Verspinnwebte Ecken, eingestaubtes Wortmaterial, die Schmiede voll mit Fragmenten und Gedankenfetzen – doch kein neues Werk in Sicht, keine Pläne, keine Skizzen. Wie lange war ich weg? Dem Gartenzweg hat’s die Mütze vom Kopf geweht, nachdem meine beiden Famoskommentatoren meine About-Seite erneut und scheißherzchenstapfend vandalisiert haben – zurecht, meine Lieben, doch musste der Kuhfladenangriff auf die geschlossenen Läden wirklich sein? Jetzt sitze ich hier und kratze wort¦wörtlich die Scheiße aus den filigranen Holzlamellen.

Real kratze ich auch gerade das letzte bisschen Scheiße aus meinem Leben. Leider habe ich dazu nur ein dünnes Nädelchen namens Zeit und ein Miniskalpellchen Motivation zur Verfügung. Mehr wird mir momentan von dieser Institution namens Arbeit nicht zugestanden, und darüber hinaus ist es weitaus verlockender, jedes kleine Fetzelchen Freizeit auf der rosa Wolke zu verbringen. Man möge Nachsicht üben, nur fliegen ist schöner.

Ich habe ernsthaft überlegt, ob es nicht an der Zeit ist, dieses Blog zu schließen. Es ist vor über einem Jahr entstanden als eine Art Selbsttherapie, während der ich nach mir selbst gesucht habe. Ein Hilfeschrei an mich selbst, ein Ventil für all die abgelebten und ungel¦i¦ebten Gefühle. Dabei habe ich unglaublich viel gelernt. So, und nun kann ich sagen, ich bin zufrieden mit der Entwicklung. Ich musste lernen, erst mal eins zu werden. Auf dem Weg dahin bin ich oftmals ganz schön daneben getreten. Und ich habe verletzt und verstört. Das hat mir gezeigt wie verletzt und verstört ich selbst gewesen bin. Es tut mir wahnsinnig leid, das ist nicht gut zu machen, aber anscheinend war auch das notwendig. Und es ist notwendig, dass zumindest ich mir selbst das verzeihe. Shit happens. Ich glaube nicht, dass sich auch nur einer derjenigen, die mich in der Vergangenheit verletzt haben, so viele Gedanken machen. Absolution.

Jetzt seid ihr allesamt gefragt: Soll es weitergehen mit Mme Contraire? Auch wenn es in nächster Zeit hier weniger oft und dafür Scheißherzchen regnen wird? Ich kann selbst noch nicht abschätzen, wie sehr es mich in meiner Schreiberei beeinträchtigen wird, dass ich der Melancholie zwangsweise erst einmal abgeschworen habe – die wird nämlich unglaubwürdig, wenn man den ganzen Tag mit einem überbreiten Grinsen herumläuft. Ich werde zunächst einmal ein wenig entstauben hier, mit dem haarfeinen Pinsel, der mir zur Verfügung steht. Die abgelegten Worte sortieren, kategorisieren, eventuell probeweise zusammensetzen. Vor allem die Späne unter der Werkbank beseitigen. Die Skizzen werden sich im Laufe der Zeit selbst niederzeichnen, Pläne reifen, wenn man sie nur in Ruhe lässt. Dann ist noch Gartenarbeit angesagt. Spuren beseitigen, neue Blümchen pflanzen und einen Elektrozaun installieren, damit es anspruchsvoll bleibt für meine Famoszaungäste. Es wird eine Weile dauern, bis der Alltag wieder einkehrt – hoffentlich dauert es ein Leben lang -, und die nächsten Monate bleiben sowieso spannend: Ich arbeite an einem Wiegebettchen, mit Kissen aus süßen Worten, einem Himmel aus Freudentränen und einem Grundgerüst aus weitvorfälliger Liebe gewoben. Man wird nur einmal zum ersten Mal Tante.

(Von Cash zu Cave. Ich halte das für konsequent.)

Schienenersatzverkehr

Ich bin kein großer Freund von Bahnreisen. Nicht, dass sie nicht bequem wären. Denke ich mir. Aber was man so hört von Verspätungen und Preisaufschlägen schreckt mich ein wenig ab. Nichtsdestoweniger überfiel mich heute das Bild eines Bahnhofs, als ich einmal wieder darüber nachdachte, wie sich das in meinem beschaulichen Leben so mit Begegnungen und Chancennutzung verhält. (Ich entschuldige mich an dieser Stelle bereits für unvermeidlich schmalztriefendes Metaphernwerk.)

Schon früh wurde mir gesagt, man muss die Augen offenhalten, muss Chancen nutzen und aufspringen, wenn sich Gelegenheiten bieten. So verbrachte ich viel Zeit damit, am Bahnhof zu stehen und mir die ein- und ausfahrenden Züge zu betrachten. Zunächst beobachtete ich nur. Was machen die anderen Bahnreisenden? Wie kriegt man die Tür da überhaupt auf? Wer steigt ein, welches Gepäck nimmt man mit, wer pendelt regelmäßig zur Arbeit und wer ist nur selten mit der Bahn unterwegs? Vorallem: Kann man überhaupt sicher sein, dass man immer den richtigen Zug erwischt? Was passiert, wenn er sich verspätet? Oder gar nicht erst ankommt?

Ich lernte, mehr schlecht als recht, den Fahrplan zu lesen. Ich nahm den einen oder anderen Zug, sprang manchmal einfach Freunden und Bekannten hinterher, ohne genau zu wissen, wo mich die Reise denn hinbrächte. Meist zu der Erkenntnis: da gehöre ich nicht rein. Irgendwie hatte ich meine eigene Vorstellung von Reisezielen. Die standen aber (noch) nicht auf dem Fahrplan, und so wartete ich gefühlte Jahre am Gleis, sah andere an- und abreisen, aber für mich kam kein Zug vorbei. Es waren die unangekündigten Sonderzüge, die manchmal extra lange hielten, bis ich mich endlich entschied, einzusteigen. Insgesamt dachte ich, so ist es wohl, das Leben. Ein Zug rollt an, das Ziel vielleicht nicht perfekt, der Service einigermaßen okay, also warum nicht einsteigen. Bevor man für alle Zeit am Bahnhof steht, unabgeholt. Man muss ja stets voran kommen.

Manche Züge können sich aber auch verfahren. Blöd, wenn man das erst nach einiger Zeit bemerkt. Wenn das Ziel immer weiter davon abweicht, wo man eigentlich hin wollte. Aber es ist nun mal auch Routine, jeden Tag in diese ein und selbe Bahn zu steigen und die Stationen abzuklappern. Vielleicht ist es nur Gewohnheit, vielleicht ist Glück Gewohnheit. Vielleicht aber auch nicht. Andere Strecken auszuprobieren kam eigentlich nicht in Frage, ich hatte nun mal die BahnCard, warum denn wechseln. Eigentlich. Kurzfristige Zweigleisigkeiten im moralischen Sinne, langfristige Zweigleisigkeit im emotionalen – heute weiß ich, dass letzteres sehr viel verheerender und verwerflicher sein kann.  Schlussendlich habe ich sie dann doch gekündigt, die BahnCard. Keine Lust mehr, keinen Nerv, jeden Tag die selbe öde und noch nicht einmal zielführende Strecke zu befahren auf staubigem Geleis und über immer holpriger werdende Weichen. Zu einer Sanierung der Strecke war der Betreiber nicht bereit, also Tschüss – ums kurz zu fassen.

Trotzdem fehlte mir das Bahnfahren. So lange Jahre habe ich das doch praktiziert. Irgendwann hatte ich das ziellose Herumstehen am Bahnhof satt und stieg einfach in den nächstbesten Zug. Das Ziel stellte sich als wirklich dämlich heraus, ich musste die Beschreibung im Reiseführer falsch interpretiert haben, aber da ich nicht an die Rückfahrkarte gedacht hatte (was habe ich damals überhaupt gedacht?), musste ich zu Fuß zurück und hatte Blasen an den Füßen bei meiner Rückkehr. Schöner Mist. Züge warten nicht ewig, aber trotzdem muss man nicht auf sie aufspringen, wenn sie noch oder schon fahren. Am Ende hatte ich die Nase vom Bahnfahren dann dermaßen  voll, da es mich ohnehin nie dahin brachte, wo es mir gefallen hätte, sondern stets mit irgendwelchen Beschwernissen und Kompromissen verbunden war. Wenn ich Blasen an den Füßen und aufgeriebene Nervenenden haben wollte, konnte ich genau so gut ab jetzt immer zu Fuß gehen. Oder mich einfach dem Stillstand hingeben.

Und so verließ ich den Bahnhof und setzte mich in ein kleines Café und beobachtete den Menschenstrom von und zu den Gleisen mit gemäßigtem Interesse. Nein, das brauchte ich gerade nicht. Ich wollte meine Ruhe haben, nicht mehr reisen. Als ich mir gerade meinen zweiten Cappucchino bestellt hatte, hielt wieder ein Zug. Er stand. Lange. Und es tat sich nichts. Nichts passierte. Mich beschlich Unruhe. Wartet der wohl auf mich? Ich versuchte nicht mehr hinzuschauen und widmete mich dem Karamellkeks auf meiner Untertasse. Ich hörte, wie die Türen sich öffneten und sah langsam auf. Eine einzelne Person stieg aus. Handgepäck. Gut gekleidet. „Wieder so ein Pendler“, dachte ich bei mir, erlöste den Keks von seinem Bröselmartyrium und und rührte beruhigt im Milchschaum.

„Good afternoon.“ Als ich von meinem Cappucchino aufblickte, war ich zunächst verwirrt. Quatscht mich dieser Pendler denn tatsächlich auch noch an? Keine Uhr oder was? Den Fahrplan nicht lesen können? Fast sofort erkannte ich ihn aber: Ich war ihm schon einmal begegnet, in einem Zug, in einem anderen Leben. Was machte er jetzt und hier, in meiner neuen Wirklichkeit? „Was ist?“ fragte ich. „Ist das da etwa mein Zug?“ – „Es ist dein Zug, wenn du willst, dass es dein Zug ist.“, war die kryptische Antwort. Mit einem Mal wurde mir bewusst, dass ich Zugfahren schon immer gehasst hatte. An diesem Tag stieg ich in keinen Zug ein. Auch nicht an den folgenden. Ich ging lieber zu Fuß neben dem wiedergefundenen Pendler her. Wir sprachen viel, über Reiseziele, aber auch über verdreckte Gleise und abgebrannte Bahnhöfe. Wir folgten einander, taten immer nur winzige Schritte, doch ich wusste von Beginn an, ich würde auf keinen Zug mehr warten. Ich wollte, dass dieser Mensch in meinem Leben blieb. Er antwortete, diese Haltestelle sei die seine. Wenn ich erlaubte.

Und so gehen wir eben nebeneinander her. Verwundert, wie schnell es manchmal gehen kann, einen Reisegefährten zu finden, wenn man aufgehört hat zu suchen. Gerade lassen wir den Bahnhof hinter uns, und der Gedanke, nicht mehr Bahn zu fahren, ist überhaupt nicht schlimm oder verlustbehaftet. Ein Ziel gibt es derzeit noch nicht, aber ich spüre, es wird einmal eines sein, das uns beiden gut gefällt. Ich würde Berg und Tag zu Fuß beschreiten, wenn es sich weiterhin so gut anfühlt wie gerade jetzt. Im Vergleich zu den üblichen stressbehafteten Bahnfahrten ist das nicht weniger als eine gediegene Landpartie im Aston Martin. Das gewohnte Bahnrot getauscht gegen elegantes British Racing Green. Und es fühlt sich ganz genau so an, als hätte es immer schon so sein müssen.