Nachtdialog IV – Vernunft

– Vernünftig sein ist auch nicht so das Wahre …

– Nee. Endlich sind wir mal früh im Bett, und was haben wir davon? Liegen die ganze Nacht wach und sind morgen wahrscheinlich kaputter als sonst.

– Furchtbar. Nächstes Mal lieber wieder so wie sonst auch.

– Unvernünftig spät zu Abend essen, unvernünftig viel Wein, und dann sehr unvernünftig sein bis in die Morgenstunden?

– So dachte ich mir das. Bisher hat sich’s bewährt.

– Könnte klappen.

Nachtdialog III – Nichts überstürzen

– Nein, völlig richtig, ich finde es jetzt auch noch viel zu früh, sich übers Zusammenziehen Gedanken zu machen.

– Vollkommen. Sieh mal, das ist doch gerade totaler Luxus, den wir haben. Jeder hat seine Wohnung, wir können uns jederzeit sehen – oder eben nicht.

– Ja, finde ich auch voll super.

– M-hm. … Sag mal … welche Kindernamen gefallen dir eigentlich, so?

„Buon Giorno Principessa!“

Seit einiger Zeit höre ich zu jeder Gelegenheit einen Klassik-Radiosender. Leichte Unterhaltung, vieles wiederholt sich, und hin und wieder gibt es auch schöne Filmmusik aus bekannten Filmen. Nicola Piovani hat den Soundtrack zu Roberto Benignis „Das Leben ist schön“ komponiert, und ein Stück daraus lief eben kürzlich im Radio.

Ich liebe diesen Film. Ich liebe die Musik. Ich habe eine unglaubliche Gänsehaut bekommen, als ich das Stück wiedergehört habe. Eigentlich kann und will ich kaum viele Worte verlieren über Roberto Benignis Werk aus dem Jahr 1997 –  eine anrührende Liebesgeschichte zwischen dem jüdischen Guido und seiner „Principessa“, Dora, während der Faschismus in Italien auf seinen Höhepunkt zusteuert.

Daher gibt es an dieser Stelle dieses wunder-wunderbare Stück aus dem Film, „Buon Giorno Principessa“.

Den ganzen Soundtrack von Nicola Piovani zu „La vita è bella“ mit einigen Sequenzen aus dem Film gibt es hier. … Genug der Worte, irgendwie stellen sie mich heute so gar nicht zufrieden. Lieber anhören und fühlen. Und natürlich bei Gelegenheit den Film anschauen.

Pubertierende Menschheit

Feiertage, Familientage. Vor allem bei der eigenen steht da meist zu späterer Stunde und steigendem Alkoholpegel interessante Konversation auf dem Programm. Hinterher weiß man meistens nicht mehr, wie man überhaupt auf das Thema kam. Ein Reizwort genügt, und das Familienoberhaupt ist in seinem Element. Es geht um Hobbyschützen, Waffenbesitz, Amokläufe und die Menschheit im Allgemeinen. Das Familienoberhaupt, seines Zeichens verbalmilitanter Pazifist, lehnt bekanntermaßen alles ab, was mit Waffen und Kriegsführung zu tun hat. Die ganze Welt müsste man entwaffnen, damit es endlich Ruh‘ und Frieden gibt!

Es wird also diskutiert, über Sinn und Unsinn sportlich inspirierter Zielscheibenschießerei, inwieweit das als akzeptables Hobby gelten darf, ob das Mitglied im Sportschützenclub am Tontaubenschießen an sich oder rein am Waffenbesitz interessiert ist und natürlich, welchen sozialen Hintergrund der neuste Amokläufer in den USA gehabt haben mag. Auch so ein Ballerspielfanatiker? Ich blicke in die Runde. Man weiß es nicht. Wer so nachrichtensatt ist wie wir dieser Tage (und so absolut unpolitisch, das allerdings das ganze Jahr über), der lässt alles aus Radio, Fernsehen und Internet ungefiltert im Nirvana des ohnehin weihnachtsstrapazierten Hirns versanden.

„Zwei Aspekte“, werfe ich, das zweite Glas Sekt intus und nicht mehr allzusehr Herrin meiner Mimik, in den Raum. „Ich hab mal bei so ’nem Ballerspiel zugeschaut, und ich war ernsthaft geschockt. Das war alles so echt! Blut – überall – spritz und sprotz, ich war entsetzt, dass mein Nachbar, ein erwachsener Mensch, sowas macht und das auch noch gut findet! Und andererseits“, das dritte Sektglas folgt meiner Handbewegung auf die andere Seite und schwappt ein wenig über, „meine liebste beste Freundin, Theologiestudentin, ein guter und friedvoller Mensch par excellence, die kürzlich auf der Insel war und in einer Spielhalle ihre Mitspieler mit einer Laserkanone abgeschossen hat und von hundertprozentigem Aggressionsabbau schwärmte! Ich frage mich, ob das nicht irgendwie  doch in uns allen steckt. Aggressionen abbauen, indem wir anderen mindestens mal aufs Maul hauen wollen.“ Auf Ex, das war ein langer Monolog.

Die Diskussion entspinnt sich um das Bildungsstadium, in dem sich die Menschheit derzeit befindet. „Vernunftbegabt,“ doziert das Familienoberhaupt, seines Zeichens selbstgelehrter Philosoph (und Naturtheologe), darf sich heutzutage noch keiner nennen. Die Menschheit ist ja gerade erst der Grundschule entwachsen, wenn ich den Vergleich einmal anbringen darf. Bis die Menschheit erst mal Abitur hat und eine Hochschule besucht, ach! Da vergehen noch … ach!“

„Zunächst mal,“ hake ich ein, das dritte Glas Sekt halb drin, halb auf der weißen Bluse, es ist jedenfalls leer, „wer legt eigentlich fest, dass die Menschheit nach der Grundschule überhaupt ein Gymnasium, besucht und nicht doch die Realschule Plu… Pluus? Ich meine, ein bisschen Praxis ist doch selbst der Philosophie nicht fremd. Weißt schon,“ lallt es aus mir, „Fachkräftemangel und so. Oder besteht die zukünftige Menschheit nur aus Akademikern? Beschwören wir dann Glühbirnen mittels purer Vernunft sich selbst zu wechseln und beheben sich verstopfte Toiletten durch reine Willenskraft?“ Ich weiß, das ist irgendwie ein blödes Argument, aber mein böser Zwilling steht krawallgebürstet hinter mir und hält mir ein Glas Whisky on the rocks unter die Nase.

„Kein Wunder“, setze ich nach, „dass die Menschheit anscheinend so im emotionalen Zwiespalt zwischen Zi… Ziiivilisation und Urtrieb gefangen ist. Ignorieren oder aufs Maul hauen? Die Vergangenheit aufarbeiten oder die Zukunft abknallen? Wenn wir gerade der Grundschule entwachsen sind, dann steckt die Menschheit doch punktgenau mitten in der Pubertät! Hier lenken und leiten maximal die Hormone, aber doch nicht die Vernunft! Aus eigener Erfahrung kann jeder von uns sagen: Vernunft ist der Antagonist pubertierender Jugendlicher! Warum solls der Menschheit anders gehen?“ Wow, der haut aber rein, der Whisky.

„Da müssen wir jetzt durch …“, sage ich noch, als man mich zum Auto trägt. Es ist wirklich Zeit fürs Bett.

Chromatische Kreissägen

Kürzlich hat mir jemand eine besondere Freude gemacht und mir das Clawfinger-Album Deaf Dumb Blind geschenkt. Einfach war es nicht, wie ich erfahren habe, da das Album nicht mehr produziert wird und außer auf eBay nirgends mehr erhältlich ist. Also: doppelt gefreut, ausgepackt, eingelegt und mit kreischenden Gitarren spontane 18 Jahre in meine eigene Vergangenheit gereist. Steigt auf, ich nehme euch mit, und zwar zu einem sonnigen Apriltag des Jahres 1994:

Es ist der erste Tag nach den Osterferien. Auf dem Schulhof tauscht man sich aus, was man so erlebt hat. That strange girl nähert sich mit hängendem Kopf und platzt in unsere Konversation: „Kurt Cobain’s dead“, schnieft sie. „5. April. Kopfschuss.“ Wie wenig mich das gerade interessiert! „Mein Großvater ist gestorben. 29. März, Herzinfarkt. Was interessiert mich der Cobain?“ Das Ereignis hat meine kindliche Welt aus den Fugen geraten lassen. Ich war verwirrt. Fühlte mich alleingelassen und unverstanden, für meine Familie kam das nämlich ebenso überraschend. Das Ableben unseres Mittelpunktes versetzte uns alle in eine Schockstarre. Ich hatte zum Glück eine beste Freundin, die mich in der Folgezeit öfter mit zum neusten Objekt der Begierde nahm: einem Kerl samt Freundeskreis, die sich selbst „Metaller“ nannten. Und so kam ich in Berührung mit – nein, nicht mit Jungs, das sollte leider noch Jahre dauern – nein, mit Metal-Musik.

Selbst noch in der Findungsphase schmissen diese halblanghaarigen Buben also mit Bandnamen um sich, tauschten CDs und bemalten ihre Army-Rucksäcke mit schwarzem Edding. Meine Freundin, die mich wohl eher aus Unsicherheit als aus reinster Nächstenliebe überall mit hin schleppte, und ich begannen also gleichfalls unsere Transformation vom braven Cordblusenmädchen zur Metal-Göre: Schwarz, schwarz und nochmal schwarz, zerrissene Jeans, Zottelpulli und Palischal waren ein Muss. Wundersamerweise kam ich an ein paar Springerstiefel (die ich bis heute stolz hege und pflege). Meine Eltern müssen sich auch gedacht haben, das Kind spinnt. Aber sie waren mit sich selbst beschäftigt und ich war brav genug, um äußerlich nur minimal zu transformieren und die standesgemäßen Metaller-Accessoirs erst anzulegen, wenn ich außer Sichtweite war. Mein Innenleben ging damals sowieso niemanden was an.

Die Nächte schlug ich mir mit MTV und VIVA um die Ohren, und auf den Ohren hatte ich kassettenweise Metal – damals waren mir Differenzierungen ziemlich egal, Hauptsache  es war laut und gitarrenlastig. Und tötete Schmerz und blöde Gedanken. Bei Schulparties standen meine Freundin und ich im zwielichten Halbdunkel, leisteten uns zusammen eine Cola, lästerten über Raver und Girlies und warteten auf die Metalwelle. Dann gab es kein Halten mehr. Headbangen, Haare schütteln, bis die Nackenmuskulatur versagte. Geile Zeiten. Einsame Zeiten.

Und so sog ich alles auf, was ich in die Hände bekam: Clawfinger, Body Count, Chili Peppers, Rage against the Machine, Soundgarden, dann Pearl Jam, Type O Negative, Sepultura … tja, und dann eben auch Nirvana, Hole, Stone Temple Pilots – die Liste ist unendlich. Je lauter, je böser, je lieber. Irgendwie schaffte es die Musik, meine Aggressionen übers Ohr aufzulösen und mich ein liebes braves Mädchen bleiben zu lassen – äußerlich.

Hier also Clawfinger The Truth, Inspiration für die heutige Überschrift. Stellt euch das mal in eurem Kopf unterm Weihnachtsbaum vor, während alle anderen Stille Nacht singen. Das war mein Heiligabend 1994.

„Das größte Problem …

… in unserer Beziehung wird sein, Liebe und Toleranz zu konsolidieren.“

Diesen Satz hörte ich am Wochenende beim Italiener. Unfreiwillig und völlig aus Versehen, als ich nach einem langen Tag einfach nur in Ruhe zu Abend essen wollte. Ein kleines nettes italienisches Restaurant, formvollendete Bedienung, genau das richtige nach so einem Tag. Da war also dieses Pärchen, das mir schräg gegenüber saß. Ich konnte ihm, Mitte vierzig wohl, sehr groß und mit spärlichem Haarwuchs, dafür mit sehr ausdrucksstarker Mimik, direkt ins Gesicht sehen. Selbiges schob er, deutlich forte, seiner Partnerin, zierlich, blond und ziemlich pianissimo, immer weiter über den Tisch entgegen. Na prima. Gerade Feierabend, und die müssen ihre Beziehungsprobleme im ganzen Restaurant ausrollen. Bei der Lautstärke dieses Konzerts von Vorwürfen war ein Ignorieren kaum möglich, und so erfuhr ich von einem staccato vorgetragenen „Minimalkompromiss“, und dass „Wegwerfen keine Option“ sei (es handelte sich hierbei wohl um ihrer Meinung zufolge weniger formschöne Wohnungseinrichtung). Das wiederkehrend bemühte Bild eines Wasserflecks im Waschbecken nervte zunehmend, weil ich über meinen Spaghetti mit Pesto an den desolaten Zustand meines eigenen Waschbeckens denken musste. Wasserflecken als Beziehungskiller? Was kommt als nächstes?

Der zweite Satz begann espressivo: „Du musst… nein, DU MUSST dich dieser Beziehungskultur anpassen!“ Jetzt erst fiel mir ihr leichter osteuropäischer Akzent auf. Soso. SIE MUSS also. Ihre Argumentation konnte ich aufgrund der zarten Stimme nicht mit verfolgen, dafür sprach er doppelt so laut. Um seine augenscheinliche Überlegenheit zu unterstreichen. Es schien ihm ernst zu sein, denn er machte ein sehr … wichtiges Gesicht. Adagio grave. Das war überaus interessant anzuschauen, wie er immer weiter über den Tisch und ihr ins Ohr kroch, offensichtlich um in ihrem Kopf etwas aufzuräumen, Möbel zu rücken, ihr verbal mal zu zeigen, wo der Hammer hängt. Aber senza sordino. Auf die deutsche Beziehungskultur eichen. Kein Rallentando in Sicht, im Gegenteil.

Hier stand also eine Beziehung auf dem Prüfstand, gefährdet aufgrund unterschiedlicher Auffassungen von Beziehungskultur, nicht konsolidierter Eckpfeiler des Zusammenlebens und eines Wasserflecks. Was muss Menschen in früheren Beziehungen widerfahren sein, dass sie sich a) so verzweifelt an ihre Überlegenheit klammern um den Partner kleinzumachen, niederzureden und ihre Forderungen auf Biegen und Brechen durchsetzen wollen sowie b) sich kleinlaut zurücknehmen und um des lieben Friedens willen mitspielen bis zum nächsten großen Knall … Meines Erachtens lief dieses Pärchen im Allegretto capriccioso auf den Abgrund zu.

Das Grande Finale habe ich nicht mehr mitbekommen. Freiwillig. Auf den sonst obligaten Espresso habe ich verzichtet, sonst wäre er vielleicht versehentlich mitsamt vorgewärmter Tasse forte fortissimo auf dem Nachbartisch gelandet. Auf DIE Diskussion hätte ich mich nicht einlassen wollen…

The Man Comes Around

Wer braucht eigentlich den November? Der goldene Herbst ist vorbei, die Adventszeit lässt auf sich warten, und rundherum ist es nebliggrau, kalt, es regnet – Willkommen, novemberlich-depressive Stimmung. Braucht keiner. Sagt man so. Aber es würde zugegebenermaßen etwas fehlen, wenn man das Jahr so im Gesamten betrachtet. Ein kuscheliger Sonntag zu Hause in leichter oder auch etwas schwerere Melancholie zugebracht, scheint manchmal den Horizont zu öffnen und macht – zumindest mich – empfänglich vor allem für Musik, die gerade so eine Stimmung einfängt. Ich suche derzeit kein Gegenprogramm zu meinen momentan vorherschenden Empfindungen. Ja, ich möchte sogar zeitweise vollkommen darin untertauchen. Zelebrieren. Alles, einfach alles davon erfassen, weil ich hoffe, dass ich auf diese Weise verstehen kann, was da mit mir passiert. Ob das hilft? Ich weiß es nicht.

Meine Sonntagsgedanken widme ich daher heute dem großen Johnny Cash, den ich für sein Alterswerk sehr verehre.  Country-Geschrammel liegt mir eigentlich nicht, ehrlich. Deshalb habe ich Cash bewusst gemieden. Bis ich One und The Mercy Seat kennenlernte, vor etwas mehr als zehn Jahren bei einer Freundin auf einer selbst zusammengestellten CD. Sieben Jahre später, unvergessen, kaufte ich sie mir endlich, American Recordings III: Solitary Man, und damit einen ganzen Sack weiterer Goldstücke. Seitdem habe ich Cash beim Autofahren dabei, so laut es geht, so oft mir danach ist. Wundervoll. Melancholisch. Tröstlich. Ich liebe es.

Nun war ich also auf der Suche nach einem bestimmten Song (nicht von Cash), den ich zur Zeit auch oft höre, weil er sich prima eignet, um seine Aggressionen rauszuschreien und dabei an bestimmte Personen zu denken, denen man mal mit ganz deutlichen Worten sagen möchte, was man von ihnen hält. Leider werden sie’s wohl nie von mir persönlich erfahren. Jedenfalls fand ich dabei dieses wunderbare Lied vom Man in Black, das mich beim ersten Hören schon tief bewegte und im Prinzip das ausdrückt, was ich da gerade spürte: nicht Aggression, nicht der Wunsch jemanden anzuschreien, sondern schlichtweg Verletztsein.

Hurt (American IV: The Man Comes Around)

Es klingt unglaublich, aber es tröstet mich irgendwie. Man nimmt ihm diese Emotionen ohne jeden Zweifel ab. Es fühlt sich so wahr an, so richtig – und gut. Schmerzlich, aber gut. Vielleicht bin ich nun mal mit einer gewissen Grund-Melancholie ausgestattet, die genährt werden will. Cash kann es. Danke dafür.

Mit Sicherheit gibt es bald noch mehr von Johnny Cash zu lesen und zu hören. Ich habe mir nach American Recordings III noch IV und V zugelegt und bin gerade am Durchhören. Mein verfrühtes Geburtstagsgeschenk an mich selbst.

Mme C.
(sonntagsentspannt)

Neulich in der Mittagspause

Der Gedanke, dass das selbstgemachte Apfelmus vor mir auf dem Tisch das mit Abstand Geilste ist, was mir seit Wochen passiert, stimmt mich zunehmend nachdenklich. Zunehmend, tatsächlich in doppeldeutiger Hinsicht, leider. Bis ich an folgende Begebenheit beim Zahnarzt meines Vertrauens denken muss:

Eine Mutter dreier Kinder, geschätzte 15 und 6 Jahre und ein ganz frisches, an der Rezeption zur Sprechstundenhilfe:

–„Eigentlich wollte ich die beiden ausstehenden Behandlungen gern in einem Termin machen, geht das?“
– „Hm. Das dauert dann aber ungefähr zwei Stunden. Einmal Wurzelziehen und einmal ne neue Füllung, gell?“
– „Ja.“
Kurze Pause.
– „Kann ich den Termin auch alleine wahrnehmen? leise:  Ohne die Kinder?“
Die leicht konsternierte Antwort:
– „Ja … selbstverständlich.“
– „Gut. Danke. Ich brauch nämlich mal eine Auszeit. Zeit … nur für mich.“

Klar, Wellness für Mutti auf dem Behandlungsstuhl, exklusiv mit Wurzelbehandlung und Erneuern einer Füllung im Backenzahn. Oh Welt. Das ist traurig. Und schmerzhaft.

Dann halte ich doch lieber Apfelmus für das mit Abstand Geilste, was mir seit Wochen passiert ist.