Der schönste Tag ¦ ?

Beitrag aus Januar 2017

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Der schönste Tag

Ist heute. Nein.

Nicht heute. Der schönste Tag:

Als wir uns trafen

Beim nächtlichen Spazieren

Beim ersten Kuss

Der schönste Tag gleich zehn am Stück:

Am schwarzen Strand, am Meer, im Sand

Der schönste Tag:

Die langen Nächte

Geschichte um Geschichte

Der schönste Tag:

Ein Webstück aus Erinnerung und Zukunft

Am Morgen neben dir erwachen

Am Abend in deinen Armen einschlafen

Das Gestern, Heut und Morgen mit dir

Das Morgen!

Der erste Schrei, der erste Hautkontakt

Der schönste Tag ist heute. Ja.

Und jeder Tag an deiner Seite.

Jeder Tag mit Euch

Ist der schönste meines Lebens.

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Signe de vie

Madame ist verreist. Endlich weg vom Alltag, der mich seit Jahresbeginn fordert, und der mich in den letzten langen Wochen sogar vom Schreiben (und vielen anderen wichtigen Dingen) weggezerrt hat. Deshalb lasse ich euch auf die Schnelle ein kleines Lebenszeichen zukommen; es geht mir gut, nur das Wetter könnte sich noch ein wenig mehr zusammenreißen.

Wer weiß, wo ich mich gerade aufhalte?

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Des petits plaisirs

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Viele Grüße aus …? Ich denke an Euch! Bis hoffentlich bald!

glücklich un¦d¦zufrieden

Chronisch schlecht gelaunt bin ich seit Jahresbeginn. So lange Wochen schon, ich bin das überhaupt nicht mehr gewohnt. Wirklich, in mir schwirrte doch bisher ein stets leicht erhöhter Glückszuckerspiegel und spielte sein Spiel mit meiner Gesichtsmuskulatur – debiles Dauergrinsen, Botoxwirkung auf die Stirnfalten. Und kaum ist hier 2016, schwirrt gar nichts mehr, zumindest nicht im Blut, sondern nur noch im Kopf. Negative Gedanken den ganzen Tag, Schwarzfahren auf dem Kirmeskarussell, nämlich ohne vorher den Fahrschein beim Glücksaufsichtsbeauftragten zu lösen. Das gibt Kopfschmerzen. Mein Körper macht gerade mit mir, was er will. lässt sich hängen und fletscht nur bedrohlich die Zähne, wenn ich mir Dinge vornehme wie Laufen gehen, Frischluft tanken, gesunde Ernährung. Ein Teil von mir weiß diese Zeichen zu deuten, hat eine längere Schulungsphase durchlaufen, wie man mit derartigen Anwandlungen umgehen sollte. Das bisschen Restverstand bäumt sich denn immer mal wieder auf, und zum Glück habe ich damals auch gelernt, mein Mundwerkzeug nicht nur zum Kauen und Schlucken zu gebrauchen, sondern auch zum Kommunizieren. Mit zwei Menschen spreche ich öfter nun über meinen Zustand und ernte – positiv – keine Vorwürfe oder gutgemeinte Rat¦schläge, sondern Verständnis. Auch das war Teil meines vergangenen Seminars, sich beim Hängenlassen auch fallen lassen zu können. Am besten in die Arme solcher Menschen.

Natürlich ist der Ausblick auf meinem Elfenbeintürmchen ganz nett, wenn ich mich vor der Welt verkrieche und daheim vor mich hin lebe, auf Sparflamme, ein Teekännchen im Schlepptau, ein Wärmfläschchen und zwei lebendige Katzenfelle. Bücher, oh ja, ich habe endlich Zeit für meine geliebten und lange vernachlässigten Kinderlein und für neue, irre spannende Zeitvertreibe: Aufgetrennte Kleidungsnähte per Hand zusammennähen, Kalkablagerungen mit Zahnbürste und Essigessenz wegschrubben, im Hobbyschrank die Stoffreste nach Farbe, Webart und Verwendungsmöglichkeit sortieren. Nein, das waren keine Metaphern, das sind Tatsachen, reale, traurige Tatsachen. Aber will ich das wirklich? Mich aus der lebendigen Welt zurückziehen und wieder nur Beobachter sein? Nein, will ich nicht. Nicht noch einmal.

Was will ich dann? Schwierige Frage, formulieren wir sie umgekehrt, wie sich das für wandelnde Widersprüche gehört: Was will ich nicht? Und da schimmert es doch schon durch den Wandvorhang – was mich nicht weiter wunders nimmt, ist es doch immer das gleiche, abgehangene und doch nie bis zum Reifegrad gekommene Thema: Ich will mich nicht mehr erdrücken lassen von Verantwortung, die sich nicht gegen mich selbst richtet, sondern einer fremden Sache zugute kommt. An der ich, und das ist der wunde Punkt, zwar doch ab und an meinen Spaß habe, aber die mir großteils viel Energie raubt. Und so ist es nicht nur mit dieser einen Sache, davon gibt es noch mehr. Energieräuber, Unzufriedenheitsgeneratoren. Gut, eins dieser Dinge ist mein täglich Brot, aber damit habe ich mich arrangiert und sehe nach wie vor die guten Seiten bei aller Schwarzmalerei. Aber zu meiner nicht einmal erforderlichen Verteidigung muss ich erwähnen, ich habe schon ein wenig an den Weichen gedreht (nicht: sie gestellt, das wäre zu viel gesagt), so dass eine Änderung dieser Situation zumindest im Bereich des Möglichen liegt. Alles andere ist noch nicht zu Ende gedacht. Am besten, sagt mir so ein winziges Gefühl, wäre es doch, nicht immer eine Entschuldigung nach der anderen zu suchen, einen „Notausgang“ aus all diesen Dingen, der propagiert: “ Tja, tut mir leid, ich würde ja gern, aber die Umstände sind nun mal so und so, deswegen kann ich nicht mehr weitermachen.“ Um sich das letzte bisschen Selbstachtung zu bewahren, müsste es anders lauten: „Ich will nicht mehr. Das ist der einzige Grund, und es tut mir überhaupt gar nicht leid!“ Blöde, verantwortungsbewusste Erziehung. Immerhin, die Erkenntnis, wie es besser, richtiger laufen sollte.

Aber jede Erkenntnis muss erst einmal reifen, bis sie in die Tat umgesetzt wird. Das habe ich natürlich auch gelernt. Geduld ist also erforderlich und das berühmte Quäntchen Glück, ein wenig Zufall, ein wenig Schicksal wohl. Und so lange heißt es weitermachen, einen Tag nach dem anderen meistern, um Himmels Willen nicht aufgeben. Ein bisschen sich zwingen, zumindest nach außen normal zu wirken – es gibt Dinge, die will man der Öffentlichkeit nicht auf die Nase binden, selbst wenn es einen potenziellen Notausgang darstellen könnte. Nun ja, die meisten merken es ohnehin nicht. Zwischen all dem Gewimmel in meinem Kopf taucht seit kurzem immer mal wieder ein Begriff auf wie eine kleine Leuchtboje zwischen den hohen Wellen, der sich noch seltsam auf der Zunge anfühlt. Ja, ich habe ihn probeweise schon das eine oder andere Mal ausgesprochen, in die Stille hinein, einem Lieblingsmenschen ins Ohr, aber auch diesen Begriff lasse ich lieber noch ein wenig reifen, bis ich es nicht nur im Kopf, sondern auch im Herzen spüre. Wie ein Bonbon, das man hin und her wälzt. Am Ende wird alles rund, am Ende ist noch jeder Drops gelutscht. Neuer Zucker für die Blutbahn.

 

Hurra! Zehn Fragen an Madame Contraire

Liebes Froilein Olivia!

Sie glauben nicht, welch große Freude Sie mir mit Ihrer Nominierung gemacht haben! Zwei Mal schon habe ich die Chance verstreichen lassen, immer war ich verhindert, die mir gestellten Fragen mit gebührender Konzentration zu beantworten – an dieser Stelle entschuldige ich mich noch einmal aufrichtig bei denjenigen, die bis heute auf meine Antworten warten. Es ist selbstredend keine böse Absicht, sondern den generellen Umständen geschuldet.

liebsteraward_3lilapplesNun aber frisch ans Werk, es wird ohnehin eine längere Sache werden, wie ich mich kenne.
Zehn Fragen von Froilein Olivia und Madames Antworten:

1. Wie kamen Sie zum Bloggen?

Ursprünglich wollte ich einfach nur mal ein Stöckchen oder Fragen wie diese hier beantworten. Doch, ehrlich!

Es war in jener Zeit, als ich mich starr und unbeweglich in mir selbst fühlte, als ich glaubte, mein Leben sei stehen geblieben, der Motor stünde still. Mich hatte eine Erkenntnis ereilt, dass es so nicht weitergehen konnte, wollte ich jemals wieder etwas wie ein Leben haben. Ich musste etwas ändern – aber bis es so weit war, musste noch viel Zeit, mussten viele Gedanken entstehen und vergehen. Ich begann eigentlich nur, um mich aus der Wirklichkeit zurückzuziehen, diverse Blogs zu lesen und bewunderte, wie offen manche Menschen ihren Alltag ins große weite Web hinaustrugen. Das wollte ich auch. Endlich heraustreten aus meiner Unscheinbarkeit, meinem unscheinbaren Leben, der Welt sagen: Hier bin ich! Allerdings ohne zu viel von mir preiszugeben. Ich hatte früher schon, eigentlich seit ich gelernt hatte, Buchstaben zu Wörtern und Sätzen zu fügen, geschrieben. Kleine Geschichten, Gedichte vor allem, meist, um mir damit Dinge von der Seele zu nehmen. Bloggen erschien mir ein Neuanfang von etwas, das ich immer gern getan hatte, das aber unter der Last des Alltags verschüttet lag. Nach ein paar Gehversuchen habe ich mich dann tatsächlich getraut, mich bei WordPress angemeldet, die ersten zaghaften Texte eingestellt – und festgestellt, dass es mir immer noch gut tat, das Schreiben. Und gleichzeitig mit dem mir seit gefühlten Urzeiten Liebgewonnenen zu spielen: Sprache.

Und so nehme ich heute immer noch, nach fast drei Jahren seit Bloggründung, wenn es die Zeit erlaubt, meine ganzen Emotionen und Erlebnisse, schreibe sie nieder und forme aus ihnen kleine Skulpturen in Textform, die mit Sicherheit nie genau das vermitteln, was sie ursprünglich einmal waren, aber so soll es auch sein. Bloggen ist für mich eine Befreiung von oftmals unnötigem Seelenballast – und es soll Leute geben, die das sogar lesen.

 

2. Welche Geschichte oder Intention verbirgt sich hinter Ihrem Blog-Namen?

Wie sagt man? Der Name ist Programm. Er sollte unbedingt einen Kontrast vermitteln, den Zwiespalt, in dem ich mich lange Zeit befand (und der immer noch vorherrscht, jedoch sehe ich ihn jetzt wesentlich positiver). Wer mich vor etwa drei Jahren hätte beschreiben sollen, hätte mit Sicherheit Worte wie „lieb“, „brav“, „duldsam“, „graue Maus“ verwendet. Es gab Menschen, die konnten hinter die bereits bröckelnde Fassade sehen, die sagten „leidenschaftlich“, „stark“, „begehrenswert“. Denen habe ich den Vogel gezeigt. Und doch irgendwie geglaubt. Eine innere Zerrissenheit, Moral und Anstand versus Rebellion und Lebenslust bestand in mir schon immer, wenn ich zurückblicke. Auf meinem Blog, so hoffte ich, sollte endlich einmal die verborgene andere Seite, das Contrairsche, das ich gerne der zuweilen sehr einengenden Contenance entgegensetze, zu Wort kommen dürfen. Ob das der Fall geworden ist, kann ich selbst am wenigsten beurteilen, aber ich bin noch heute zufrieden mit meinem alter ego, und scheue mich nicht, es lebenslagenabhängig an- und auszuziehen.

In der Namensfindungsphase übrigens, die einige Tage dauerte, experimentierte ich mit dem Zusammenfügen von Wörtern, die offensichtlich überhaupt nicht zusammen passten, einen absoluten Widerspruch bilden sollten. Et voilà, so erblickte Madame Contraire das Licht der Welt, der wandelnde Widerspruch, das Gegenteil von anders, nur umgekehrt, der am liebsten überall, und vor allem im echten Leben laut „Mais non, au contraire !“ brüllen würde. Vor allem, wenn es darum geht, sie als „lieb“, „brav“ und „duldsam“ zu beschreiben. Ich liebe sie, die kleine Krawallschachtel.

3. Hand (oder Pfote*) auf Ihr Herz: Könnten Sie fortan auf Internet & Co. verzichten?

Auf „& Co.“, wenn damit Fernsehen gemeint ist, verzichte ich seit über einem Jahr (die Satellitenschüssel müsste gerichtet werden. Kein Hexenwerk. Aber ein heilsames Experiment.) Ich würde gern mehr aufs Smartphone verzichten, versuche dessen angeblich lebenserleichternde Funktionen auch möglichst nicht zu nutzen. Alles eine Frage der (Selbst-)Unterhaltung und Gewöhnung. Auf das Internet verzichten könnte ich wohl, wenn ich die Möglichkeit hätte, meine geschätzten Bloggerkollegen täglich live und in Farbe bei einer Tasse Kaffee oder Tee zu treffen, am liebsten in meinem Gärtchen am kleinen runden Tisch in der Laube …

Lange Rede, wenig Sinn: Nein.

*Die beiden Pfotenbesitzerinnen sehen das anders, ihre Antwort lautet in diesem Fall: „Mauu!“

4. Ein Leben auf dem Land oder ein Leben in der Stadt?

Land. Land forever. Städte sind toll zum Bereisen und sich über die vorhandene Barkultur zu freuen. Leben möchte ich aber auf dem beschaulichen Dorf, vielleicht bald zusammen mit JB und den beiden Mademoiselles. Die sind zum Glück alle völlig d’accord mit mir.

5. Was/Wer rief kürzlichst Ihre Empörung hervor?

Eigentlich ist es immer wieder dasselbe: ich ärgere mich über Menschen, die meinen, andere Menschen manipulieren zu müssen. Die ein „Ich will nur dein Bestes“ vorschieben, wenn sie „Ich will, dass du tust, was ich will“ meinen. Und man glaubt ihnen. Zunächst. Und wundert sich, dass ihre Ratschläge tatsächlich irgendwann zu Schlägen werden. Erst subtil, dann immer offener. Sie säuseln, umarmen und stoßen einen im nächsten Moment von sich. Und das schmerzt. Menschen, denen ich einmal vollkommen vertraut habe. Aber langsam kommt mein Herznavi auf Kurs und warnt mich, hoffentlich bald auch rechtzeitig, vor solchen Zeitgenossen.

6. Und Was/Wer Ihre Freude?

Ein schöner Abend in einer für mich noch immer etwas neuen Umgebung, JBs Familie. Ausgelassenheit und Zugehörigkeitsgefühl inklusive.

Und natürlich der Quell nie versiegender Freude: mein kleiner Neffe.

7. Wie definieren Sie für sich Glück?

Sich angekommen fühlen. Großes Gefühlskino, wenn ich irgendwo bin, irgendetwas mache, mich mit irgendwem unterhalte, dann kurz innehalte und beim Inmichhineinfühlen denke: Und genau das fühlt sich gut und richtig an. Großartig! Siehe auch vorhergehende Frage.

8. Frühling, Herbst, Sommer oder Winter – welche Jahreszeit ist Ihnen die Liebste?

Jede Jahreszeit hat etwas für sich. Aber ich glaube, für mich ist es der Herbst. Wenn die Tage noch warm sind, aber schon mit leichtem Nebel beginnen, wenn die Abende kühl werden. Großartig für Unternehmungen, ohne sofort in Schweiß auszubrechen, wie in den vergangenen Tagen. Herbstlaub. Der Duft. Der neue Jahrgang in den Weinkellern. Sanfte, wohltuende Melancholie*. Regen- und Sturmtage rechtfertigen den ganztätigen Verbleib auf Couch und Lesesessel. Und abends gibt es endlich wieder eine Tasse Tee und warme Socken. Ich mag den Wandel der Jahreszeiten, aber den Herbst würde ich am liebsten etwas länger festhalten.

*Tipp übrigens gegen den Novenberblues: Man suche sich eine Familie mit vielen November-Geburtstagskindern, bevorzugt eines pro Woche. Und instruiere seinen Neffen, ebenfalls in jenem Monat das Licht der Welt zu erblicken. Ich zähle dieses Jahr fünf wohlverteilte Geburtstagsfeiern.

9. Natürlich, eine Modefrage ist Pflicht: Welches ist Ihr liebstes Kleidungsstück und welches ist Ihr schlimmster Fehlkauf?

Fangen wir mit dem Fehlkauf an, ein Leopardenkleidchen, in dem Madame aussieht wie 12, und das schätzungsweise in naher Zukunft nicht mehr passt, weil ohnehin sehr passgenau gekauft. Auf Rat und Drängen von Frau Muttern in London, die, wie sich manche vielleicht erinnern, gerne mit rattenscharfen Kauftipps aufwartet.

Lieblingsteile habe ich mehrere, da entscheidet die jeweilige Situation. Generell empfinde ich meinen Kleidungsstil als recht eklektizistisch*, tendiere aber gerne in Richtung klassisch-elegant**. Aber – und nun die Lebensbeichte der Madame C. – da ich bis in die sechste Klasse hinein jeden Morgen fast ohne Murren das trug, was Frau Mutter mir am Abend zuvor herausgelegt hatte (bis der zarte Hinweis einer Klassenkameradin an mich herangetragen wurde, ich sei ja echt nett, aber modisch sowas von uncool) und bisweilen heute noch Tendenzen dieser Art vorhanden sind (ich verweise schamesgerötet noch einmal auf die Londoner Errungenschaft weiter oben), kann ich meine Leser beruhigen: Au contraire kann und wird jetzt und für alle Zeit alles Erdenkliche sein – nur kein Fashion-Blog!

*sprich: nicht vorhanden
**sofern möglich für eine Landpomeranze wie mich

10. Und nun die Frage aller Fragen, die nicht nur abgedroschen sondern auch grausam ist: Welche 3 Dinge würden Sie mit auf eine einsame Insel nehmen?

Meine Grundnahrungsmittel natürlich: Food and Drinks, genug zu Lesen und etwas zum Schreiben. Aber ich denke, wir sind uns einig, dass wir nicht von einer ÜberlebensnotwendignachSchiffbrucherreichtefür immereinsameInsel sprechen, sondern von den herbeigewünschten einsamen Inseln des Alltags, auf die wir uns, hätten wir die Möglichkeit, nicht länger als einen oder zwei Tage zurückziehen würden.

Ich nominiere also:

  • Cassiopeii – die sich selbst als kleine blinde Kuh bezeichnet. Ich würde eher sagen, sie sieht um so mehr mit dem Herzen. Leider schreibt sie zur Zeit wenig, aber vielleicht ändert sich das ja bald!
  • hamburgerdeern84 – Hassliebehamburg heißt ihr Blog, das allein macht schon neugierig. Eine schöne Unterhaltung an einem sonnigen Oktobertag wartet übrigens auf Wiederholung!
  • Noch ne Muddi – Irgendwie bin ich zufällig mal auf diese Seite gestoßen. Ich mag, wie Noch ne Muddi mit gehörig Selbstironie ihre Mutterschaft und die der anderen beobachtet. Und immer mit Gefühl!
  • jetamele – Ein Fotoblog, den das geschriebene Wort trefflich ergänzt. Ich könnte jeden Eintrag ungesehen mit „Gefällt mir“ markieren, die Bilder sind stets stimmungsvoll und wohlgewählt. Ein Augenschmaus!
  • Marga Auwald – Mit Spannung verfolge ich ihre kürzeren und längeren Geschichten. Außerdem schätze ich Marga sehr als Kommentatorin und unermüdliche Spanky-Verteilerin. High Five!
  • Mo Beumers – Vielleicht würde der eine oder andere neue Leser Mo wieder mehr dazu animieren, zu schreiben. Das kann er nämlich. Deal?!
  • … und außerdem jeder, der die unten gestellten Fragen gerne beantworten möchte. Ich würde mich sehr freuen, von Ihnen allen zu lesen!

Nun kommt der schwierige Teil für mich: ebenfalls 10 Fragen für meine Nominees ausdenken. Gleich die erste Frage handelt von Madames Schwierigkeiten.

  1. Madame duzt, Madame siezt, Madame ist verwirrt. Wie halten Sie es mit Duzen und Siezen, was bedingt die jeweilige Anrede und was steckt letztendlich Ihrer Meinung nach hinter all dem Formalismus?
  2. Wenn Sie zurückschauen auf Ihren ersten Blogeintrag, sich Ihre ursprüngliche Intention vor Augen halten, weshalb Sie ein Blog gestartet haben: Haben sich Ihre Ziele im Laufe der Zeit verändert? Haben Sie erreicht, was Sie ursprünglich beabsichtigt haben mit Ihrer Blogidee?
  3. Waren Sie schon einmal gedanklich soweit, Ihren Blog wieder zu schließen? Welche Tiefen sind Ihnen als Blogger schon begegnet?
  4. Und welche Höhen haben Sie in Ihrem Bloggerleben bereits erlebt? Ein besonders denkwürdiges Blogereignis?
  5. Wenn Sie anonym bloggen: Lassen Sie Menschen aus Ihrem realen Umfeld in den Genuss Ihres Blogs kommen? Warum nicht?
  6. Haben Sie sich schon einmal gewünscht, einen Blogbeitrag nie veröffentlicht zu haben?
  7. Wie viele unveröffentlichte Beiträge liegen noch in Bearbeitung, wie viele davon werden es voraussichtlich zur Veröffentlichung schaffen?
  8. Inspiration, Technik, Ritual, Zeiteinteilung. Wie schreiben Sie?
  9. Mögen Sie Kuchen?
  10. Wie lautet die Frage, die Sie schon immer einmal gerne gestellt bekämen? Sie dürfen Ihre Antwort darauf natürlich gleich mitliefern, wenn Sie möchten.

Und der Vollständigkeit halber gebe ich den Nominierten noch die folgenden Regeln mit auf den Weg, ich habe sie beim bezaubernden Froilein Olivia einfach von der pfefferminzzuckersüßen Seite kopiert:

Bedanken Sie sich bitte bei der Bloggerin oder bei dem Blogger für die Aufstellung und verlinken Sie diese Dame oder diesen Herren.

Fügen Sie den “Liebster Blog Award”-Button in Ihrem Beitrag ein, damit das Kind auch seinen Namen hat.

Beantworten Sie bitte die Ihnen gestellten Fragen und erstellen Sie 10 neue Fragen.

Nominieren Sie Blogs, welche (leider) nicht mehr als 300 Leser haben.

Und zu guter Letzt: Informieren Sie die von Ihnen auserkorenen Autoren, indem Sie ihnen einen Kommentar hinterlassen. Dort sollten Sie auch die Frage verpacken, ob die Dame oder der Herrn gern teilnehmen möchte.

Fügen Sie diese kleinen Richtlinien unter Ihren neuen Fragen an.

Ein herzliches Dankeschön noch einmal an Froilein Olivia! Und nun wünsche ich viel Spaß mit Ihrem eigenen Liebster-Blog-Award.

Countdown 4 Tage

Natürlich gehört das auch in meinem Vorgärtchen reblogged, nachdem Frau Ahnungslos von westendstorie und ich uns schon über (mehr oder weniger) geheime Erkennungszeichen ausgetauscht haben. Denn ich komme nach Hamburg natürlich wegen der großartigen Candy Bukowski, Sabine Wirsching und Andreas Glumm, aber auch, um euch zu treffen – ja, euch da draußen, die ihr hier den Like- und Kommentarbutton bemüht, und die ich zum Teil ebenfalls gerne verfolge. Und, nicht zuletzt, wegen Hamburg selbst. Ich freue mich auf euch! Ich bin die mit Schleifchen irgendwo.

Nachtdialog II

– „Ich glaube, ich hätte dich gern schon früher so gut gekannt.“

– „Nein, sicher nicht. Ich war früher noch etwas anders als heute. Sehr viel … egoistischer. Eigentlich war das keine gute Zeit.“

– „Okay. … Ich war damals auch anders. Noch viel aufopferungsbereiter. Und still. Auch keine gute Zeit.“

– „Das hätte sicher nicht so gut funktioniert mit uns.“

– „Nein. … Wir hätten uns gegenseitig kaputt geliebt.“

Einfach mal nicht mögen

Was ist nur los? Alles so träge, so lustlos. Am liebsten würde ich den lieben langen Tag nur rumsitzen und lesen. Oder schlafen. Das Wochenende war voll mit (großteils angenehmen) Terminen, allerdings auch mit totaler Reizüberflutung in vielerlei Hinsicht. Es gibt ein paar Dinge, die mich im Moment nicht so glücklich stimmen. Zwischenmenschliches, ums beim Namen zu nennen. Kann es denn sein, dass mir jedes Mal ein kleiner Schock durch und durch geht, wenn ich eine Gruppennachricht erhalte? Eigentlich ist doch alles in Ordnung, und trotzdem rechne ich jedes Mal mit einem kleinen oder mittelgroßen Weltuntergang, wenn der eine oder andere mal wieder seinen Moralischen bekommt und den Sinn seines Daseins anzweifelt. Ich verstehe das einfach nicht. Ich verstehe nicht, warum es so undurchsichtig bleibt, ob betreffender Mensch nun Konsolation sucht (gäbe ich gern), die Konfrontation (hab ich keine Lust drauf), klärende Kommunikation (immer wieder angekündigt und dann doch nicht den Mund aufgemacht) oder die Kapitulation („Es hat alles keinen Sinn mehr mit uns! Buäh!“). Es ist, wie es immer war: Menschen werden mir stets ein Rätsel bleiben.

Lustlos also. Aber ich versuche nicht damit zu hadern. Ich habe ein bisschen was hinter mir und bin so frei, mir diese Phase vorbehaltlos und ohne Druck zu gönnen. Nixtun, soweit das mit dem Rest meines Lebens vereinbar ist, ein wenig im Selbstmitleid schwimmen und Dinge tun, die ich schon immer mal tun wollte und immer darauf wartete, dass sie jemand mit mir teilt. Danke, brauch ich nicht mehr, ich machs allein. Ich habe ein Navi, und ich werde es benutzen, wenn ich irgendwo hin will. Ich bin mein eigener Herr, und meine Katzen können außer vorwurfsvollen Blicken nicht weiter kritisierend intervenieren. Oh, welch Erkenntnis, wie schön, dass sie endlich angekommen ist.

Ach, ich mach es heute kurz, nichts Hochtrabendes – das fällt unter „Ich gönne mir meine Lustlosigkeit auch hier“, und auch ein bisschen unter „Selbstmitleid 3.0 – hast du überhaupt was Geistreiches zu sagen?“ – sondern teile die folgende nette Empfehlung, die mich die Tage erreicht hat (und das wiederum fällt unter „Ich mach das jetzt einfach“). Ich fands gut. Zwischenmenschlich.

Atemnotauslösendefamosumarmerin

Großartige, rebloggenswerte Gedanken zu einer, ja, ich würde sagen, lebens-wichtigen Sache, nach der viele von uns streben, die in einem einzigen Moment mehr ausdrückt als alle Worte in jeder Sprache dieser Welt, und die von manchen leider erst dann geschätzt und vermisst wird, wenn sie nicht mehr verfügbar ist. Großartig.

Die sich gerne den Atem rauben lassende
Mme C.

… und hier noch zwei nette Artikel zum Thema:

10 Reasons Why We Need at Least 8 Hugs a Day
“We need four hugs a day for survival. We need eight hugs a day for maintenance. We need twelve hugs a day for growth.”

Personal Growth – Have you hugged anyone lately?
„And when a two-year-old cries, to comfort him, you do not philosophize but hold him on your lap.“