Zwei Worte

Zwei Worte. Nicht diese oder jene nämlichen drei berühmten Worte, obwohl das natürlich auch irgendwie alles zusammen hängt. Zwei Worte also, und ein Zwiespalt, wie sie tausend nicht verursachen könnten. Aber nur gefühlt. Gefühlt und ganz persönlich.

Himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt, aber das nicht ausschließlich auf Gefühlsebene. Der Körper hat einen großen Anteil daran, vor allem, wenn es um die Talfahrten geht. Und da reißt er die Seele oft mit. So ein Mittelding, so irgendwo zwischendrin, das gab es auch manchmal. Aber meist wechseln sich kurzzeitige Superhochs mit langwierigen Supertiefs ab.

Seit ein paar Tagen sehe ich wieder Land. Muss ja, es wurde mir von allen Seiten prognostiziert, und auch wenn ich es zeitweise nicht glauben konnte oder wollte – ich hoffe einfach, dass die breite Masse einfach mal recht hat damit. Hoffnung in allen Dingen, es gibt keine andere Option.

Alles hat seine zwei Seiten. Zwei Worte, zwei Seiten, pro und kontra, plus und minus. Und so wird das auch bleiben. Obwohl das Plus überwiegt. Sollte zumindest. Natürlich überwiegt es, hätte ich, hätten wir sonst diese Situation bewusst und sehenden Auges herbeigeführt? Habe ich nicht immer daran geglaubt, dass alles seine Zeit hat? Nun ja, ein wenig Selbstüberredungskunst hat das erfordert, was an meiner übermäßig ausgeprägten Ungeduld liegt. Die ist aber in den letzten 12 Monaten durch eine harte, und doch erfolgreiche Schule gegangen und wurde letzten Endes nun belohnt. Mit zwei Worten, einem Zwiespalt, dessen Tendenz aber immer deutlicher zutage tritt, je mehr Zeit vergeht, und dem langsamen, wirklich langsamen Begreifen, dass hier das Glück sich seinen zähen, goldenen Weg bahnt. Auch wenn es sich zum Kotzen anfühlt.

Erforderlich für die kommende Zeit ist – Ironie des Schicksals – noch mehr Geduld. Und zukünftig noch eine ganze Schippe mehr davon. Aber wir werden belohnt werden. Das weiß ich einfach. Oder rede es mir ein. Oder die breite Masse tut es. Egal. Es gibt kein Zurück. Zum Glück.

Ihr Lieben, die ihr hier lest und euch vielleicht schon fragtet, was aus der ollen Madame geworden ist: viel geht im Moment nicht, aber ich bin noch da, ich möchte und ich werde wieder präsenter sein, sobald es mir möglich ist und die Inspirationsquellen wieder sprudeln. Was sie allerdings von sich geben werden, und in welcher Form, kann ich heute noch nicht sagen.

Ach so, die zwei Worte. Damit niemand, der bis hierher nur Bahnhof verstanden hat, weiter im Dunkeln tappen muss: Hyperemesis gravidarum. Nicht schön, überhaupt nicht. Und so wundervoll, ihr glaubt es nicht.

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6 Gedanken zu “Zwei Worte

  1. Oh je!! Du Arme.
    Sehr sehr unangenehm und verständlicherweise ruft ein solcher Zustand skurrile Gefühle in Bezug auf das, was sich doch meistens so wunderschön anfühlt, hervor. Diesen Zwiespalt kann ich gut nachvollziehen.
    Und kann nur eines wünschen: viel Glück, Durchhaltevermögen und mentale Entspannung.
    Tatsächlich geht es vorüber, aber das hilft dir momentan wohl nur wenig.
    Lieben Gruß aus dem Norden.

    • Vielen lieben Dank für deine aufmunternden Worte! Es ist zum Glück schon besser geworden, und ich glaube auch fest an das, was alle sagen. Es fordert von mir Dinge, die mir immer schwer gefallen sind, nämlich Geduld, Disziplin, Egoismus und nebenbei noch die Einnahme von Medikamenten. Wie immer werde ich am Ende meine Lehren daraus ziehen. Wir wachsen ja mit unseren Aufgaben.

  2. Du kannst zwei Worte, die sich schrecklich anfühlen, feinsinnig umschreiben.
    Auch wenn diese zwei Worte sich alles andere als wohlig anfühlen, das, was sie hervorruft, ist wunderschön! Deshalb meine Freude mit dir und alle guten Wünsche! Ich hoffe, dass du dich bald besser fühlen wirst.
    Denk daran, das was du fühlst, führt zu einem wundervollen Ergebnis. Zahnschmerzen sind einfach nur blöd. Dein Zustand bringt hingegen etwas hervor! Und was er hervorbringt, wirst du dein Leben lang lieben.

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