Plage noire

Das Meer macht alle Dinge so gleich. So weich. So herrlich schön.
Am schwarzen Strand.

Ein Ort, der um diese Zeit noch ruhig ist. Fast still. Nur Meeresrauschen. Und auch das ist sanft, als ob die Bucht und ihre Felsen jedes Geräusch abfangen, schlucken, dämpfen. Ein Friedhof für alles, was einmal lebte. Glatt geschliffen, sanft und schön. Der schwarze Sand ist durchsetzt mit den fein gemahlenen Überresten einstiger Meeresbewohner. Ein Mosaik früheren Lebens, ein schwarzbuntes Bild aus Lavastein und Vergänglichkeit.

Ich könnte stundenlang hier sitzen, den Blick fern auf die schroffen Felsen, umringt von hohen, wellenförmigen Gesteinsablagerungen. Eine drohende Festung, ein sicherer Ort. Sonnenwarm.

Ich senke den Blick. Die Füße im Wasser, der verwunschene Sand rieselt durch meine Hände. Schwarzbunt und voller Kostbarkeiten. Schön. So herrlich schön. Hier, am schwarzen Strand.

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P.S.: Ich habe den Text ein wenig editiert. Im Anbetracht kürzlicher Geschehnisse kam es mir im Nachhinein sehr unangebracht vor, das Thema Tod zu idealisieren. So war es auch nicht gemeint.

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Ein Gedanke zu “Plage noire

  1. So ein sanfter, berührender Schwarzbuntstrandtext, meine Liebe! Danke dafür und auch für Ihre zwischen den Zeilen mitschwingende Achtsamkeit, ich schaue noch ein wenig die Bilder…
    Ja, das könnte Claras Sehnsuchtsort sein, ich werde versuchen ihn ihr heute Nacht zu schilderbildern.

    Von Herzen grüße ich zugetan, Ihre Fernnahfreundin.

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