Ent¦sorgung

Als wenn man etwas losgeworden ist, das einem schon lange in den Füßen herumstand.
Als wenn man altes Gerümpel, an dem man täglich sichärgernd vorbeigelaufen ist, endlich entsorgt hat.
Als wenn man Sachen, die man schon lange nicht mehr braucht, endlich abgeben konnte.
Der freigewordene Platz fühlt sich noch ungewohnt an, war er doch so lange belagert. Sauber ist er nun. Und frei. Ein so lange herbeigewünschter Zustand. Und dennoch, ein wenig Leere ist spürbar. Aber mit Sicherheit findet sich etwas Schönes, Gutes, das man mit dem freien Platz anfangen kann. Einstweilen die Leere – den freien Raum genießen. Und durchatmen. Es ist geschafft. Ent¦sorgt. Sorgenbefreit. Ich freue mich darüber. Sehr.

Starkschwach

Gestern habe ich eine Trauerkarte geschrieben. Das Bedürfnis, den Menschen, die jemanden verloren haben, mein Mitgefühl auszudrücken, ist oft sehr groß und ich gebe dem einfach nach. „Macht man so“, steht dabei weniger im Vordergrund als „Ich möchte, dass du weißt: ich bin auch sehr traurig über deinen Verlust und in Gedanken bei dir“. Als ich die Karte schrieb, fiel mir auf, dass ich meinen Vorrat an Kondolenzkarten wieder einmal aufstocken müsste.

Hingegen der Stapel mit Glückwunschkarten hatte in der letzten Zeit nicht wesentlich abgenommen. Wie das so ist mit Glückwünschen, meist fällt es einem am selben Tag erst ein, dass ein Wiegenfest oder ähnlich Freudiges ansteht. Dann eben schnell per Kurznachricht gratulieren. Meist fallen meine Sätze dabei unkreativ und mit einem Beigeschmack von Wieschontausendmalgesagt aus. Ich frage mich, weshalb ich beim Kondolieren so viel emotionaler und persönlicher bin als beim Beglückwünschen. Gleichzeitig überlege ich, was wohl eher im Herzen einer Person ankommt, der ich eine Karte schreibe.

Trost ist eine wunderbare Sache, auch wenn ich schon viele sagen gehört habe: Das brauche ich nicht, will ich nicht, kann ich nix mit anfangen. Einer sagte sogar: Damit fühle ich mich schwach. Trauer gibt uns ein Gefühl von Schwäche, ein unendlich tiefes Verletztsein, Insichkehren und Sichselbstumarmenwollen. Und da erscheint mir das Herz tatsächlich empfänglicher für Worte von außen.

Ich persönlich habe große Schwierigkeiten damit, die richtigen Worte zu finden, wenn ich eine trauernde Person auf der Straße treffe. Ein stummer Blick, eine stille Umarmung. Worte wirken für mich nur auf Papier. Was sagt man aber auch zu dem jungen Paar, das seine ungeborenen Zwillinge verloren hat? Ohnehin ein Thema, das man bisher immer noch erfolgreich totzuschweigen beliebt. Was hat man überhaupt davon, Anteilnahme auszudrücken? Ich sage, die Gewissheit, einem trauernden Herzen ein warmes Deckchen aus Trostworten angeboten zu haben, auch wenn es nur ein winzigkleines ist: „Ich bin in Gedanken bei euch“.

Hurra! Zehn Fragen an Madame Contraire

Liebes Froilein Olivia!

Sie glauben nicht, welch große Freude Sie mir mit Ihrer Nominierung gemacht haben! Zwei Mal schon habe ich die Chance verstreichen lassen, immer war ich verhindert, die mir gestellten Fragen mit gebührender Konzentration zu beantworten – an dieser Stelle entschuldige ich mich noch einmal aufrichtig bei denjenigen, die bis heute auf meine Antworten warten. Es ist selbstredend keine böse Absicht, sondern den generellen Umständen geschuldet.

liebsteraward_3lilapplesNun aber frisch ans Werk, es wird ohnehin eine längere Sache werden, wie ich mich kenne.
Zehn Fragen von Froilein Olivia und Madames Antworten:

1. Wie kamen Sie zum Bloggen?

Ursprünglich wollte ich einfach nur mal ein Stöckchen oder Fragen wie diese hier beantworten. Doch, ehrlich!

Es war in jener Zeit, als ich mich starr und unbeweglich in mir selbst fühlte, als ich glaubte, mein Leben sei stehen geblieben, der Motor stünde still. Mich hatte eine Erkenntnis ereilt, dass es so nicht weitergehen konnte, wollte ich jemals wieder etwas wie ein Leben haben. Ich musste etwas ändern – aber bis es so weit war, musste noch viel Zeit, mussten viele Gedanken entstehen und vergehen. Ich begann eigentlich nur, um mich aus der Wirklichkeit zurückzuziehen, diverse Blogs zu lesen und bewunderte, wie offen manche Menschen ihren Alltag ins große weite Web hinaustrugen. Das wollte ich auch. Endlich heraustreten aus meiner Unscheinbarkeit, meinem unscheinbaren Leben, der Welt sagen: Hier bin ich! Allerdings ohne zu viel von mir preiszugeben. Ich hatte früher schon, eigentlich seit ich gelernt hatte, Buchstaben zu Wörtern und Sätzen zu fügen, geschrieben. Kleine Geschichten, Gedichte vor allem, meist, um mir damit Dinge von der Seele zu nehmen. Bloggen erschien mir ein Neuanfang von etwas, das ich immer gern getan hatte, das aber unter der Last des Alltags verschüttet lag. Nach ein paar Gehversuchen habe ich mich dann tatsächlich getraut, mich bei WordPress angemeldet, die ersten zaghaften Texte eingestellt – und festgestellt, dass es mir immer noch gut tat, das Schreiben. Und gleichzeitig mit dem mir seit gefühlten Urzeiten Liebgewonnenen zu spielen: Sprache.

Und so nehme ich heute immer noch, nach fast drei Jahren seit Bloggründung, wenn es die Zeit erlaubt, meine ganzen Emotionen und Erlebnisse, schreibe sie nieder und forme aus ihnen kleine Skulpturen in Textform, die mit Sicherheit nie genau das vermitteln, was sie ursprünglich einmal waren, aber so soll es auch sein. Bloggen ist für mich eine Befreiung von oftmals unnötigem Seelenballast – und es soll Leute geben, die das sogar lesen.

 

2. Welche Geschichte oder Intention verbirgt sich hinter Ihrem Blog-Namen?

Wie sagt man? Der Name ist Programm. Er sollte unbedingt einen Kontrast vermitteln, den Zwiespalt, in dem ich mich lange Zeit befand (und der immer noch vorherrscht, jedoch sehe ich ihn jetzt wesentlich positiver). Wer mich vor etwa drei Jahren hätte beschreiben sollen, hätte mit Sicherheit Worte wie „lieb“, „brav“, „duldsam“, „graue Maus“ verwendet. Es gab Menschen, die konnten hinter die bereits bröckelnde Fassade sehen, die sagten „leidenschaftlich“, „stark“, „begehrenswert“. Denen habe ich den Vogel gezeigt. Und doch irgendwie geglaubt. Eine innere Zerrissenheit, Moral und Anstand versus Rebellion und Lebenslust bestand in mir schon immer, wenn ich zurückblicke. Auf meinem Blog, so hoffte ich, sollte endlich einmal die verborgene andere Seite, das Contrairsche, das ich gerne der zuweilen sehr einengenden Contenance entgegensetze, zu Wort kommen dürfen. Ob das der Fall geworden ist, kann ich selbst am wenigsten beurteilen, aber ich bin noch heute zufrieden mit meinem alter ego, und scheue mich nicht, es lebenslagenabhängig an- und auszuziehen.

In der Namensfindungsphase übrigens, die einige Tage dauerte, experimentierte ich mit dem Zusammenfügen von Wörtern, die offensichtlich überhaupt nicht zusammen passten, einen absoluten Widerspruch bilden sollten. Et voilà, so erblickte Madame Contraire das Licht der Welt, der wandelnde Widerspruch, das Gegenteil von anders, nur umgekehrt, der am liebsten überall, und vor allem im echten Leben laut „Mais non, au contraire !“ brüllen würde. Vor allem, wenn es darum geht, sie als „lieb“, „brav“ und „duldsam“ zu beschreiben. Ich liebe sie, die kleine Krawallschachtel.

3. Hand (oder Pfote*) auf Ihr Herz: Könnten Sie fortan auf Internet & Co. verzichten?

Auf „& Co.“, wenn damit Fernsehen gemeint ist, verzichte ich seit über einem Jahr (die Satellitenschüssel müsste gerichtet werden. Kein Hexenwerk. Aber ein heilsames Experiment.) Ich würde gern mehr aufs Smartphone verzichten, versuche dessen angeblich lebenserleichternde Funktionen auch möglichst nicht zu nutzen. Alles eine Frage der (Selbst-)Unterhaltung und Gewöhnung. Auf das Internet verzichten könnte ich wohl, wenn ich die Möglichkeit hätte, meine geschätzten Bloggerkollegen täglich live und in Farbe bei einer Tasse Kaffee oder Tee zu treffen, am liebsten in meinem Gärtchen am kleinen runden Tisch in der Laube …

Lange Rede, wenig Sinn: Nein.

*Die beiden Pfotenbesitzerinnen sehen das anders, ihre Antwort lautet in diesem Fall: „Mauu!“

4. Ein Leben auf dem Land oder ein Leben in der Stadt?

Land. Land forever. Städte sind toll zum Bereisen und sich über die vorhandene Barkultur zu freuen. Leben möchte ich aber auf dem beschaulichen Dorf, vielleicht bald zusammen mit JB und den beiden Mademoiselles. Die sind zum Glück alle völlig d’accord mit mir.

5. Was/Wer rief kürzlichst Ihre Empörung hervor?

Eigentlich ist es immer wieder dasselbe: ich ärgere mich über Menschen, die meinen, andere Menschen manipulieren zu müssen. Die ein „Ich will nur dein Bestes“ vorschieben, wenn sie „Ich will, dass du tust, was ich will“ meinen. Und man glaubt ihnen. Zunächst. Und wundert sich, dass ihre Ratschläge tatsächlich irgendwann zu Schlägen werden. Erst subtil, dann immer offener. Sie säuseln, umarmen und stoßen einen im nächsten Moment von sich. Und das schmerzt. Menschen, denen ich einmal vollkommen vertraut habe. Aber langsam kommt mein Herznavi auf Kurs und warnt mich, hoffentlich bald auch rechtzeitig, vor solchen Zeitgenossen.

6. Und Was/Wer Ihre Freude?

Ein schöner Abend in einer für mich noch immer etwas neuen Umgebung, JBs Familie. Ausgelassenheit und Zugehörigkeitsgefühl inklusive.

Und natürlich der Quell nie versiegender Freude: mein kleiner Neffe.

7. Wie definieren Sie für sich Glück?

Sich angekommen fühlen. Großes Gefühlskino, wenn ich irgendwo bin, irgendetwas mache, mich mit irgendwem unterhalte, dann kurz innehalte und beim Inmichhineinfühlen denke: Und genau das fühlt sich gut und richtig an. Großartig! Siehe auch vorhergehende Frage.

8. Frühling, Herbst, Sommer oder Winter – welche Jahreszeit ist Ihnen die Liebste?

Jede Jahreszeit hat etwas für sich. Aber ich glaube, für mich ist es der Herbst. Wenn die Tage noch warm sind, aber schon mit leichtem Nebel beginnen, wenn die Abende kühl werden. Großartig für Unternehmungen, ohne sofort in Schweiß auszubrechen, wie in den vergangenen Tagen. Herbstlaub. Der Duft. Der neue Jahrgang in den Weinkellern. Sanfte, wohltuende Melancholie*. Regen- und Sturmtage rechtfertigen den ganztätigen Verbleib auf Couch und Lesesessel. Und abends gibt es endlich wieder eine Tasse Tee und warme Socken. Ich mag den Wandel der Jahreszeiten, aber den Herbst würde ich am liebsten etwas länger festhalten.

*Tipp übrigens gegen den Novenberblues: Man suche sich eine Familie mit vielen November-Geburtstagskindern, bevorzugt eines pro Woche. Und instruiere seinen Neffen, ebenfalls in jenem Monat das Licht der Welt zu erblicken. Ich zähle dieses Jahr fünf wohlverteilte Geburtstagsfeiern.

9. Natürlich, eine Modefrage ist Pflicht: Welches ist Ihr liebstes Kleidungsstück und welches ist Ihr schlimmster Fehlkauf?

Fangen wir mit dem Fehlkauf an, ein Leopardenkleidchen, in dem Madame aussieht wie 12, und das schätzungsweise in naher Zukunft nicht mehr passt, weil ohnehin sehr passgenau gekauft. Auf Rat und Drängen von Frau Muttern in London, die, wie sich manche vielleicht erinnern, gerne mit rattenscharfen Kauftipps aufwartet.

Lieblingsteile habe ich mehrere, da entscheidet die jeweilige Situation. Generell empfinde ich meinen Kleidungsstil als recht eklektizistisch*, tendiere aber gerne in Richtung klassisch-elegant**. Aber – und nun die Lebensbeichte der Madame C. – da ich bis in die sechste Klasse hinein jeden Morgen fast ohne Murren das trug, was Frau Mutter mir am Abend zuvor herausgelegt hatte (bis der zarte Hinweis einer Klassenkameradin an mich herangetragen wurde, ich sei ja echt nett, aber modisch sowas von uncool) und bisweilen heute noch Tendenzen dieser Art vorhanden sind (ich verweise schamesgerötet noch einmal auf die Londoner Errungenschaft weiter oben), kann ich meine Leser beruhigen: Au contraire kann und wird jetzt und für alle Zeit alles Erdenkliche sein – nur kein Fashion-Blog!

*sprich: nicht vorhanden
**sofern möglich für eine Landpomeranze wie mich

10. Und nun die Frage aller Fragen, die nicht nur abgedroschen sondern auch grausam ist: Welche 3 Dinge würden Sie mit auf eine einsame Insel nehmen?

Meine Grundnahrungsmittel natürlich: Food and Drinks, genug zu Lesen und etwas zum Schreiben. Aber ich denke, wir sind uns einig, dass wir nicht von einer ÜberlebensnotwendignachSchiffbrucherreichtefür immereinsameInsel sprechen, sondern von den herbeigewünschten einsamen Inseln des Alltags, auf die wir uns, hätten wir die Möglichkeit, nicht länger als einen oder zwei Tage zurückziehen würden.

Ich nominiere also:

  • Cassiopeii – die sich selbst als kleine blinde Kuh bezeichnet. Ich würde eher sagen, sie sieht um so mehr mit dem Herzen. Leider schreibt sie zur Zeit wenig, aber vielleicht ändert sich das ja bald!
  • hamburgerdeern84 – Hassliebehamburg heißt ihr Blog, das allein macht schon neugierig. Eine schöne Unterhaltung an einem sonnigen Oktobertag wartet übrigens auf Wiederholung!
  • Noch ne Muddi – Irgendwie bin ich zufällig mal auf diese Seite gestoßen. Ich mag, wie Noch ne Muddi mit gehörig Selbstironie ihre Mutterschaft und die der anderen beobachtet. Und immer mit Gefühl!
  • jetamele – Ein Fotoblog, den das geschriebene Wort trefflich ergänzt. Ich könnte jeden Eintrag ungesehen mit „Gefällt mir“ markieren, die Bilder sind stets stimmungsvoll und wohlgewählt. Ein Augenschmaus!
  • Marga Auwald – Mit Spannung verfolge ich ihre kürzeren und längeren Geschichten. Außerdem schätze ich Marga sehr als Kommentatorin und unermüdliche Spanky-Verteilerin. High Five!
  • Mo Beumers – Vielleicht würde der eine oder andere neue Leser Mo wieder mehr dazu animieren, zu schreiben. Das kann er nämlich. Deal?!
  • … und außerdem jeder, der die unten gestellten Fragen gerne beantworten möchte. Ich würde mich sehr freuen, von Ihnen allen zu lesen!

Nun kommt der schwierige Teil für mich: ebenfalls 10 Fragen für meine Nominees ausdenken. Gleich die erste Frage handelt von Madames Schwierigkeiten.

  1. Madame duzt, Madame siezt, Madame ist verwirrt. Wie halten Sie es mit Duzen und Siezen, was bedingt die jeweilige Anrede und was steckt letztendlich Ihrer Meinung nach hinter all dem Formalismus?
  2. Wenn Sie zurückschauen auf Ihren ersten Blogeintrag, sich Ihre ursprüngliche Intention vor Augen halten, weshalb Sie ein Blog gestartet haben: Haben sich Ihre Ziele im Laufe der Zeit verändert? Haben Sie erreicht, was Sie ursprünglich beabsichtigt haben mit Ihrer Blogidee?
  3. Waren Sie schon einmal gedanklich soweit, Ihren Blog wieder zu schließen? Welche Tiefen sind Ihnen als Blogger schon begegnet?
  4. Und welche Höhen haben Sie in Ihrem Bloggerleben bereits erlebt? Ein besonders denkwürdiges Blogereignis?
  5. Wenn Sie anonym bloggen: Lassen Sie Menschen aus Ihrem realen Umfeld in den Genuss Ihres Blogs kommen? Warum nicht?
  6. Haben Sie sich schon einmal gewünscht, einen Blogbeitrag nie veröffentlicht zu haben?
  7. Wie viele unveröffentlichte Beiträge liegen noch in Bearbeitung, wie viele davon werden es voraussichtlich zur Veröffentlichung schaffen?
  8. Inspiration, Technik, Ritual, Zeiteinteilung. Wie schreiben Sie?
  9. Mögen Sie Kuchen?
  10. Wie lautet die Frage, die Sie schon immer einmal gerne gestellt bekämen? Sie dürfen Ihre Antwort darauf natürlich gleich mitliefern, wenn Sie möchten.

Und der Vollständigkeit halber gebe ich den Nominierten noch die folgenden Regeln mit auf den Weg, ich habe sie beim bezaubernden Froilein Olivia einfach von der pfefferminzzuckersüßen Seite kopiert:

Bedanken Sie sich bitte bei der Bloggerin oder bei dem Blogger für die Aufstellung und verlinken Sie diese Dame oder diesen Herren.

Fügen Sie den “Liebster Blog Award”-Button in Ihrem Beitrag ein, damit das Kind auch seinen Namen hat.

Beantworten Sie bitte die Ihnen gestellten Fragen und erstellen Sie 10 neue Fragen.

Nominieren Sie Blogs, welche (leider) nicht mehr als 300 Leser haben.

Und zu guter Letzt: Informieren Sie die von Ihnen auserkorenen Autoren, indem Sie ihnen einen Kommentar hinterlassen. Dort sollten Sie auch die Frage verpacken, ob die Dame oder der Herrn gern teilnehmen möchte.

Fügen Sie diese kleinen Richtlinien unter Ihren neuen Fragen an.

Ein herzliches Dankeschön noch einmal an Froilein Olivia! Und nun wünsche ich viel Spaß mit Ihrem eigenen Liebster-Blog-Award.

Madame macht Urlaub

Gestern war der erste Urlaubstag, zwei ganze Wochen stehen bevor. Heute sollte Madame eigentlich ein wenig aufräumen zu Hause und den Koffer packen. Aber eine postalische Lieferung kam dazwischen und hält Madame seither erfolgreich von diesen Vorhaben ab. Sei’s drum, Urlaub ist Urlaub, und mit einer wundervollen Tasse Kaffee auf der kleinen Terrasse hinter dem Häuschen, in die weißen Kissen gekuschelt, lässt es sich doch aushalten. Noch dazu mit nachfolgend beschriebener, fabelhafter Lektüre. Der gute Flix, dessen Werk ich schon einmal lobbehudelt hatte, hat endlich einen wunderbar großformatigen Band seiner „Schöne Töchter“-Folgen herausgebracht und in den letzten Tagen des Juli für die ersten 1122 Besteller handsigniert. Ich konnte gar nicht anders.

20150804_110528

Feines Großformat, noch feinerer Inhalt. Und ein veritabler Sonnenschutz noch dazu.

Alle bisher veröffentlichen Folgen findet man in diesem Buch, sowie eine unveröffentlichte, die es wieder einmal in sich hat. Meine Lieblingsfolge ist natürlich auch dabei. Absolut schön, absolut hochwertig, immer wieder berührend.

 

Die Lieblingsfolge und noch eine weitere Errungenschaft

Und weil ein derart sensibles Buch nicht gerne alleine reist, habe ich gleich noch ein weiteres mitbestellt, das ohnehin schon lange auf meiner Wunschliste stand: „Da war mal was“, Erinnerungen an hier und drüben, wunderbar in Comicform gebracht. Gerade letztens unterhielt ich mich mit einer Anfang-Zwanzigerin, die bedauerte, dass sie „die DDR“ und die Wiedervereinigung altersmäßig nicht miterleben konnte. Ich hätte ihr dieses Buch ans Herz legen sollen.

Und die persönliche Widmung natürlich!

Sehr nett, sehr persönlich: Meine Widmung

Natürlich habe ich mich auch sehr über die persönliche Widmung gefreut. Die Frage, ob Klarname oder Pseudonym stellte sich nur kurz und wurde umgehend per Bauchgefühl beantwortet. Ich finde, Flix passt wunderbar in Madames Leben. Und er hat sich richtig Mühe gegeben, oder was meint ihr?

 

Ich würde sagen: Der Urlaub kann beginnen! Für Lektüre ist gesorgt, das Wetter soll entsprechend sommerlich werden, auch die Gesellschaft ist hervorragend. À propos Gesellschaft, Madames Mitteilungsbedürfnis ist in jeder Lebenslage vorhanden, deswegen kam ich nicht umhin, JB voller Stolz meine neue Errungenschaft zu präsentieren. „‚Für Madame C.?'“ Der fragende Blick genügte, dass ich ihm die ganze Flix-Geschichte erzählte und damit meinen Bloggernamen fast-preisgab. Dass ich schreibe, weiß er. Lesen mag er aus Rücksicht auf meine Kreativität nicht, was mir sehr recht ist – es würde mich tatsächlich zu sehr einschränken, und am Ende müsste ich ihm noch erklären, wer eigentlich dieser JB ist …

Noch mal

Madame Contraire wünscht allen eine gute Zeit!