Wortstrom: Wort¦weit¦flug

Worte, Worte, Worte, weg und hinfort, ein aufgescheuchter Wörtervogelschwarm. Und ich sitze hier unten, blicke ihnen in die Ferne nach, lausche dem verstummenden Flügelschlag nahe am Horizont. In die Nacht hinaus. Vielleicht lassen sie sich morgen wieder in meiner Nähe nieder, vielleicht gelingt es mir, ein paar von ihnen anzulocken. Mir fehlt ihr hübscher Anblick und die Stimme, die sie mir verleihen. Mir fehlen leider auch die Brotkrumen, mit denen ich sie zu füttern pflege. Eine Nacht darüber schlafen. Die Stille walten lassen. Vielleicht kommen sie von ganz allein zurück, meine kurzweitgereisten Wortscheinschwalben, Satzdreckspatzen, Fragmentschmutzfinken. Ich mag den Klang ihrer kleinen Federschwingen, wenn sie mein Herzgewebe streifen.

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Ein Gedanke zu “Wortstrom: Wort¦weit¦flug

  1. Vor meinem Fenster sitzt ein Schlechtschreibspecht, legt seinen Kopf schief und schaut mich an. Wartet auf Buchstabenbrosamen. Ich vermag es nicht ihn wegzuscheuchen…

    Liebste, am liebsten würde ich zur Ihrer Aufmunterung einen Aufruf starten, Vogelwörter zu erfinden. Erinnern Sie sich an die Worthurentändeley, mit der Sie, Herr Guinness und Herr Ärmel meinen Frust über den Wichswicht einfach weglachten? So in der Art…
    Kommakormoran und Dudenuhu sollen mal den Anfang machen. Oder der Zeilenzeisig…

    Ich grüße Sie aus dem Floratelier entschwindend und sende Herzensgrüße, Ihre Käthe, zugetan.

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