Ach so …

Wenn ich mir etwas wünschen dürfte, einen kleinen bescheidenen Wunsch frei hätte …

Mal wieder lesen – Zeit und vor allem Lust zum Lesen. Letztes Jahr habe ich nur ein einziges Buch geschafft, viel zu wenig, sehr untypisch für mich, ich habe doch immer gerne und viel gelesen, was ist eigentlich los mit mir, warum habe ich das so vernachlässigt, und geschrieben habe ich auch schon lange nichts mehr richtiges, kann es sein, dass mir langsam alles entgleitet? Sollte ich mir besser etwas anderes wünschen, noch mehr Zeit womöglich? – Unmöglich machbar, und unbescheiden dazu. Bessere Organisation? Deutlichere Prioritäten? Ich werde noch verrückt, nicht mal einen kleinen bescheidenen Wunsch kann ich formulieren!

Stopp.

Vielleicht habe ich letztes Jahr einfach nur mal gelebt, anstatt ständig meinen Erwartungen an mich selbst gerecht zu werden …

Ja, das klingt ganz gut. Klingt nach Wunscherfüllung.

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11 Gedanken zu “Ach so …

  1. Einfach leben, statt die eigenen viel zu hohen (Denn das sind sie verdammich doch immer:Viel zu hoch!) Erwartungen versuchen zu erfüllen. Was so einfach klingt, es ist eine schwierige Erkenntnis. Und Sie sind damit nicht alleine, meine herzliebe MmeMme. Das Blöde ist, man versucht ja nicht nur den eigenen Erwartungen gerecht zu werden, denn in die fließen ja unfiltriert die unserer Mitmenschen rein und ölig buntschillernd obenauf, die derer, die uns nur halbgar gesonnen. Ich wünsche uns ein Erwartungstrennanlage, um zu erkennen, wie hoch der Eigenerwartungsanteil tatsächlich ist. Ich glaube, wir staunten ob geringen Menge, denn schlußendlich wollen wir alle nur eines: Gesundheit und Liebe für uns und unsere Lieblingsmenschen. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.
    Zugeneigt wie stests, die Ihre Fernfreundin Käthe.

    • Sie trafen den Erwartungsnagel voll auf den Kopf, meine liebe Freundin. Natürlich steckt in aller Eigenerwartung immer noch viel zu oft die Prägung durch das Umfeld. Eine Erwartungstrennanlage, nun … die sollte zunächst einmal den Ölteppich abschöpfen, diese Umweltverschmutzung, nicht, dass sich unsere Sensoren für das eigene Wohlbefinden damit verkleben und fühluntauglich werden. Fühlen ist wohl das allerbeste, fühlen was gut tut und was wichtig ist. Und das haben Sie ja schon erfühlt – ja, vielleicht sind Erwartungen mehr zu erfühlen denn zu erfüllen! Fühlen wir also unser Leben, mit schönen Gedanken, angenehmen Momenten, guten Wünschen für uns und unsere Liebsten. Lückenfühler statt -füller, ein prall gefühltes Leben etc.
      Danke für Ihre wunderbaren Gedanken, liebe Käthe, die Sie mir trotz aller Ferne stets nah am Herzen sind.

      • Und Sie hämmern den Erwartungsnagel jetzt volle Krawummse ins Kerbholz, meine Liebe: Erwartungen erfühlen statt sie zu erfüllen. Das ist es! Denn wenn sich ein Fühlen unwohl darstellt, zack, einfach nicht erfüllen diese Erwartung. Ich glaube, ich habe umbewußt das zwar schon eine ganze Weile praktiziert, aber so genau benannt, das haben Sie es hiermit. Ich sach ja immer: Ich muß den Kakao nicht auch noch trinken, durch den ich gezogen werde! Passt auch zum Thema. Liebste MmeMme, so rar Sie sich machen, jedesmal wenn Sie sich zu Worte melden, ergibt sich etwas wunderbar Sinniges aus der Konversation mit Ihnen. So muß Austausch sein, ich danke Ihnen zutiefst. Alles Liebe, die Ihre, abersowasvonzugetan!

        • Auch Ihnen gebührt Dank, und zwar nicht wenig, dass Sie immer wieder hier in meinem Vorgärtchen vorbei schauen, mir die Treue halten und meine Wortknospen mit Ihren silberhellen Seelenstrahlen nähren. Es fühlt sich also auch virtuell, und das beinah schönste daran ist, dass mir die Wortblüten und -ranken einfach so aus den Händen wachsen, sie nehmen Formen an, die ich nicht bewusst geplant, aber umso mehr erfreue ich mich an dem reichen Wuchs, an dem Sie ja ein Gutteil schuld sind. Und ich vertraue Ihnen ein Geheimnis an: Ich mag Menschen, die abersowasvon sagen. Abersowasvon mag ich die.

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