Denk¦pause

Ist es schon zu viel gedacht, wenn man denkt, man denke zu wenig?

Und zwar denke man womöglich zu wenig an andere, obwohl man ständig an andere denkt, weil man selbst denkt, man denke nicht oft genug an sie – die denken ja bestimmt, man denke nicht an sie -, weil man diesem Denken keinen kommunikativen Ausdruck verleiht. Du denkst nur an dich, denke ich dann. Und die bestimmt auch.

Mal nicht denken. Nicht denken müssen. Weil alles einfach so läuft, wie es läuft, ohne dass man versucht, mit Gedanken eine Sache in eine bestimmte Richtung zu lenken. In eine Richtung zu denken – Szenarien, die so oft beim Versuch, sie weiter und weiter zu denken, in einer Sackgasse landen. In einem dichten dunklen Sack, in dem die ganze Masse von hineingedachten Gedanken bis zur Unkenntlichkeit verwirbelt. Wenn ich da hineinsehe, in gleißend helle und nachtschwarze, ineinander gedrehte und verwirrte Gedankenstränge, wird mir ganz schwindelig.

Aber ich denke ja schon wieder.

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13 Gedanken zu “Denk¦pause

        • Du hast natürlich recht. Aber irgendwas in mir ist blockiert. Irgendwie … möchte ich nicht, möchte ich gerade sagen. Ein wenig Trotz ist das wohl, und ein wenig „Ich will grad niemanden sehen, hab genug mit mir zu tun“. Wie nennt man das? Überforderung?

          • Will niemanden sehen ist doch wunderbar, ich auch nicht. Ich hab immer genug mit mir zu tun und telefoniere nie. Es kann passieren dass, wenns klingelt, ich nicht abhebe

          • Wie gesagt wenn ich von mir ausgehe, dann schiebe ich es vor mir her und erhöhe die Erwartung an mich selbst und habe dann keine Lust mehr, da es ja so eine hohe Erwartung gibt. Dann noch die Aussicht auf einen dummen Kommentar und man lässt es. Wenn man aber einfach so anruft, dann nimmt man viel Druck aus dem Kessel

          • Das klingt so einleuchtend und so einfach. Und zumindest eine Person fällt mir ein, bei der ich das vielleicht nicht länger vor mir her schieben sollte. Gedanken vernebeln mir oft den Blick aufs Wesentliche. Ich bin froh, dass ich heute was dazu geschrieben habe.

  1. Schnitt! Meine Liebe, soviel Denkdruck braucht kein Mensch. Kopffensterläden weit auf und ordentliche Winterkaltluft durchpusten lassen. Dann die verwirbelten Denkseiten, die vollgekritzelt durchenander liegen auf einen Stapel und durchsortieren. Welche Gedanke nicht sofort die Herzspitze wenigstens hauchbeküßt, weg damit. Die übrigen, die wichtigen, behalten und zu Ende denken. Ja, ich weiß, klingt einfach, isses aber nicht. Ich übe ja auch noch. An Sie denke ich zum Beispiel immer mit einem Krachknallkuss mitten inne Herzkammern, da brauche ich keinerley Bestätigung. Liebfein zugetan, die Ihre.

    • Das isses wohl. Schnitt. Ich hoffe, bis Ende der Woche an diesem Punkt zu sein, da ich am geöffneten Kopffensterladen stehe und die kalte Winterluft hereinströmen lasse. Richtig durchgepustet gehört das Oberstübchen, da geb ich Ihnen ja so recht. Und nicht nur das; aufreißen sollte ich jedes mir bekannte Fenster, und vor lauter Drinnen nicht das Draußen vergessen. Ursächlich liegt’s mal wieder an meiner Unbelehrbarkeit, Madame geht es nicht schnell genug, endlich klar Schiff zu machen, dabei tritt sie immer noch auf der Stelle und wartet, wartet, worauf genau, das weiß sie selber nicht.
      Herzfeine Silbersilbengrüße aus der Gedankenhöhle, ebenso und nichtbestätigungserforderlich die Ihre

    • Danke Mayumi :) Ja, und der Plan, bis zum Ende dieser Woche aus diesem Gedankenkarrussell auszusteigen, hat auch ganz gut funktioniert. Wie? Menschen treffen, reden und dann schweigen. Schweigen lassen. Die Gedanken.

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