Wirkl¦ich¦welten – Stufe I

Mir scheint, als sei ich mir immer mehr als einzig gewesen. Im Zwischenraum, zwischen Fassade und innerstem Inneren, wende ich mich von einer Seite zur anderen, mal mehr, mal weniger, situations- und menschabhängig. Das kennt jeder, behaupte ich. Wie viel Ich lege ich hinein in Begegnungen, Begebenheiten, wie viel von mir lasse ich be¦greifen? Ist dieses Ich denn einzig? Oder ist Ich auch wieder Viele, mehrere Wirklichkeiten, geschichtet und gestapelt, ein Regal voller Settings, aus denen ich wähle, welches mir/uns heute am besten passt? Kennt das wirklich jeder, frage ich mich. (Und das andere Mich. Das antwortet spontan mit „Ja!“, das nächste weiß es nicht und ein drittes hat nicht zugehört, weil es gerade damit beschäftigt ist, in seine heutige Wirklichkeit zu schlüpfen. Die anderen spielen irgendwo im Zwischenraum.)

Für viele mag es die eine Wirklichkeit geben. So wie es für viele das eine Leben, die oder den Eine/n gibt. Gibt es das alles? Wie viele Leben gibt es? Und gibt es mehrere, dann eines nach dem anderen oder parallel? Doppel-, Zweit-, gar Unleben? Wie viel Welt lässt man in sein Ich, wie viel Ich lässt man in diese Welt¦en? Wie viele davon baut man sich auf? Zwischen-, Traum- und Parallel-: Welten Zwischen Traum und Parallelität?

Und wenn wir sprechen von der Realität, der Realität, ist dann meine die gleiche wie deine? Oder ist meine ganz anders? Und gleicht deine bloß in Grundzügen der meinen? Und haben wir parallele Realitäten, wie viele Teile weisen Kongruenz auf, wie viele Abschnitte sind inkongruent bis divergent? Es scheint nicht so, dass Ich mit Dir lebe – mein Wir lebt mit deinem Euch, Ihr lebt mit Uns, jedes Ich sucht sich ein Du, das ihm passt, mit dem es auskommt. Die Ichs und Dus, die sich nicht entsprechen,  das sind Enden, die lose im Raum hängen, veröden oder ihre Dus in wieder anderen Settings anderer Welt- und Wirklichkeitsschaffender suchen.

Wir – du, ich und die anderen – werden nie in der einen Wirklichkeit miteinander leben, nie einzig sein, immer im Zwischenraum zwischen Fassade und innerstem Inneren, immer abwägend, wie viel Ich wir in die Welt senden und wie viel Welt wir in uns zulassen…

Die Fortsetzung: Wirkl¦ich¦welten – Stufe II 

 

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Ein Gedanke zu “Wirkl¦ich¦welten – Stufe I

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