Inspiration¦s¦funken¦fänger¦in, die:

Subst., fem.; weibl. Form zu Inspirationsfunkenfänger. Im Alphabet danach: 
Inspirationsfangfaden ¦ Inspirationsfangflotte ¦ Inspirationsfangfrage ¦ inspirationsfangfrisch ¦ Inspirationsfanggebiet 

Darum bin ich hier. Nicht, um den Verstand am Strand versanden zu lassen. Auch nicht, um segelgehisst und großbeflaggt in See zu stechen und das Große Weite Meer der Eitelkeiten zu befahren. Ich gondele in meiner Nussschale  durch WordPress, lasse mich durch Artikel treiben und täue mich hin und wieder an Konversationspoller. Paddle mich durch Kommentare. Ein probates Mittel gegen Verstandesveralgung, Muschelschalenverkrustung, Austerndasein.

Schreiben und lesen bringen mich immer wieder zu neuen Erkenntnissen. Unlängst hat mich eine Konversation mit der bonfortionösen Käthe Knobloch so sehr inspiriert, dass ich ganz aus dem Nichts etwas formulierte, was zunächst so unschuldig und unbeabsichtig daher kam, und doch so viel Wahres beinhaltete. Rannte ich diesem Zustand nicht schon eine gefühlte Ewigkeit hinterher? So brennend war der Wunsch nach diesem Wohlgefühl, dem Aufaugenhöhesein und Nichtmehrkämpfenmüssen. So brennend, dass ich ihn nicht erkannte, da er eintrat. Manchmal braucht es Verbündete, die dabei helfen, den Geist wachzurütteln und die Fesseln der Vergangenheit zu lösen. Kaum zu glauben, dass das ursprüngliche Thema von der Wohlgeformtheit (oder nicht) der männlichen Rückansicht handelte …

Einen solchen hatte ich auch mal … arschlos, sowohl, als auch. Seither achte ich verstärkt auf Rückgrat und dessen Verlängerung.

Verehrteste, Verstärkterückgratundverlängerungsachtsamkeit tut immens not. Wir wissen es doch. Die Blender können uns mal im Ursche lecken. Ergötzliche Grüße.

  • Mittlerweile ja! So lebt man und lernt. Und wird vollends zum Rückgratverlängertemrückgratbegutachtungsspezialist. Wo Arsch in der Hose, da auch Herz und Hirn, möchte ich naiv deduzieren. Langlodenindizien eingeschlossen.

  • Naiv? Ich nenne es weise. Und erlaube mir erneut, Ihnen ein klitzekleines Geheimnis anzuvertrauen: Langlodenarschherzundhirninnigkeit hat Bestand, selbst wenn die Haarpracht ausgedünnt.

  • Ich bin gespannt! Den ersten Monat in Gewissenszweifel mit Zweifelgewissen und zweifelhaftem Inlanglodigetiefgründigkeitstürzen habe ich hinter mir, die von Ihnen angeführte Langlodenarschherzundhirnigkeit durchaus erkennend und schätzend. Hast du genug von jedem Mann, kommt oft ein Langlode da lang. Nun ja, geben und geben lassen, vielleicht sollte ich es einfach leichten Herzens aus gewisser Distanz verfolgen und aus nächster Nähe genießen. Zwingkersmiliealarm.

  • Das liest sich nach einem bonfortionösen Nichtplan, meine Liebe. Geben und Geben lassen ist dabei die oberallerwichtigste Erkenntnis. Geben und geben lassen. Fast möchte man sein Blog umbennen. Geben und geben lassen. Ich könnte Sie umhalsen für diese vier Worte. Weil Sie alles beinhalten, worüber man manchmal so rumdruckst und schwafelt und lamentiert. Geben und geben lassen. Ich danke Ihnen. Sehr.

  • Ich verbeuge mich tief vor Ihrer Erkenntnis. Mein, Ihr Mantra, schon immer gewesen, zeitweise verschüttet und verhasst, weil so wahr und doch so unerfüllt. Bis jetzt. Das starrsinnige, unbelehrbare Kind sprengte die Fesseln der Contenance und pfeift dieses Mantra von den Dächern meiner, unsrer Herzstadt.

  • Ach, meine Liebe, wie oft wird Contenance überbewertet. Sprengen Sie und pfeifen Sie. Und tanzen Sie auf Herzensstadtdächern. Ich applaudiere und feuere die Tanzwut an. Und gebe und lasse geben. Ich verliebe mich gerade ein wenig in Sie, so schön, wie Sie tanzen…

  • Liebe, liebste Käthe, sehen Sie’s denn nicht? Ich liebe Sie schon längst, Ihre Eloquenz und Tanzwut – Ihr Blog. Verfallen. Verfallen dem Herzensstadtdächertanz, und wie gern widmete ich Ihnen (und dem vielgeliebten, -gelesenen Sir Guinness) meinen nächsten Eintrag, allein – ich will keine hier geschöpften Worte stehlen. Das überlasse ich wemauchimmer, wem’s grad gefällt. Oder vielleicht doch nicht? Geben und geben lassen. Ich denke darüber nach, es hat was von Selbsterkenntnis und Selbstfindung und – passt.

  • Geben und geben lassen. Noch im Traume trug ich diese Worte auf Zunge und Herz. So schlicht und doch alles benennend, was Liebe und Zuneigung umfaßt. Madame, in mir wächst die Sehnsucht nach Realkontakt ungemein. Doch ich will nicht drängen. Es wird sich finden. Und bittersüße Sehnsucht ist ja auch ein großartiges Gefühl. Herzensnah, die Ihrige.

  • Sie drängen nicht. Ich freu mich drauf!

    Und die Moral von der Geschicht‘? Trau Contenance alleine nicht. Liebe Waschfrau, ich habe es wirklich nicht geglaubt, dass es Beziehungen gibt, die keinem Abhängigkeitsverhältnis geschuldet sind. Mais voilà, geben und geben lassen formuliert genau das. Herzensstadtdächertänze statt Kellergriesgramselbstmitleid. Hat auch der Herr Guinness kürzlich trefflich aufnotiert. Na fein, jetzt bin ich doch mit großbeflaggter Nussschale und gehisster Eitelkeit hier durchgesegelt. Kann auch mal vorkommen.

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25 Gedanken zu “Inspiration¦s¦funken¦fänger¦in, die:

  1. An mein Herz, Verehrteste. Wie trefflich Sie die Gründe unserer Worttanzerei benennen. Wir fördern uns und fordern heraus. Und erschaffen Wortwelten, die es ohne den Austausch nicht gäbe. Auch auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen: Ich danke, wemauchimmer, daß ich bei WordPress und in dieser Famosgesellschaft gelandet bin. Ich grüße herzlichst zugetan, die Ihre.

  2. Pingback: Wunderwortgeschenke | bittemito

  3. Pingback: Neuntausend kann auch eins sein | bittemito

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