Ich hab’s getan

Hallo.

Da bin ich wieder. Tja. Mir fehlen die Worte.

Seltsam, wie sich zwei sehr unterschiedliche Gefühle ineinander verschlingen in mir drin, wie sie aufeinanderprallen und dann verschmelzen. Und wieder auseinanderdriften. Ständig in Bewegung. Da ist diese tiefe Traurigkeit, die mich seit Jahrzehnten begleitet, jetzt plötzlich konzentriert und präsent wie ein Joch auf meinen Schultern. Da ist aber auch etwas Neues, etwas ganz unbeschreiblich schönes, ein Gefühl von Zuversicht und – ich.

Ich habe es getan. Habe meinen Kleiderschrank ausgemistet und zwei Stapel gebildet. Einen davon musste ich loswerden, um weiterzukommen, und das habe ich auch gemacht. Er ist nicht ganz weg, ist immer noch präsent und ich werde ihm in nächster Zeit weiterhin begegnen, weil er so lange Teil meines Lebens war. Ich weiß, dass ich mich für den richtigen Stapel entschieden habe, denn gleich danach ging es mir schon besser. Als wäre ein Knoten in mir geplatzt, der mein Herz so lange umschlossen gehalten hat und der meine Seele fesselte, so fest, dass sie sich nur noch wenig bewegen konnte. Langsam strömt das Leben in mich, manchmal überwältigt es mich noch, wenn ich davon koste. Wie ein Kind vor dem Süßigkeitenregal. Wie ein Ausflug ans Meer, gewaltige Wellen und Wind und meine eigene Stimme, die gegen das Rauschen anlacht.

Mein Gott, ich liebe es schon jetzt. Wünscht mir Kraft, das alles durchzustehen.

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