Mit¦mensch¦l¦ich

rant

Es sind die Menschen, die mich krank machen. Ich kranke an der Gesellschaft. Ich kranke an dem Miteinander, das man so, ja eben, mit¦ein¦ander pflegt. Es schüttelt mich, wie ein Fieber, es schmerzt wie ein Geschwür am Herzen,  an Leib und Seele, dieses Menschliche, dieses Miteinander, das doch irgendwie keines ist. Diese verkackte Menschheit. Wir alle kranken daran, unsere Beziehungen kranken an diesem Menschlich-Unmenschlichen. Immer noch eins drauf, beim Nicht-Achten des anderen und seiner Gefühle. Meine Mitmenschen und ich – so manches Mal fühle ich mich wie der Bajazzo, dem man ungestraft eins überbraten kann, dessen Gefühle die meisten einen Scheißdreck interessieren. Hat Er denn welche? Warum regt Er sich dann so auf? Tu Er seinen Job, bring Er uns zum Lachen!

Ja, genau so. Machen, tun, damit es anderen gut geht. Sorgen, kämpfen, klären, organisieren. Und dann glaubt Er tatsächlich, Er könne sein Herz darreichen auf einem Silbertablett, damit es entgegengenommen werde und erhört? Wundert Er sich tatsächlich darüber, dass man es lieber mit einer Fleischgabel zu traktieren und aufzuspießen geruht, anstatt ihm Beachtung zu zollen? Wo lebt Er denn? Auf dem Mond?! Lächerlich! Aber so ist Er nun mal, unser Bajazzo, dumm, ungebildet, weltfremd. Na los, erheitere Er uns mit seiner grenzenlosen Naivität!

Aber nein, aber nein! Du vergisst einmal wieder – wie so oft – , dass wir dir doch freundlich gesinnt sind. Du ergehst dich hier – schon wieder – in Selbstmitleid und versperrst dir selbst den Blick auf die Menschen, die dich achten, die dich lieben und schätzen, so wie du bist! Danke für die Erinnerung, hätt ich’s doch fast vergessen! Aber so ist das nun mal, wenn mir jemand weh tut, ist das für mich ein halber Weltuntergang und ich vergesse schlagartig, was um mich herum noch geschieht. Wenn man mich vergisst. Oder ignoriert. Oder mir auf eine – echt jetzt – liebevolle Geburtstags-SMS nicht mal ein „Danke“ zurückschickt, sondern nur ein „Bin nicht da“. Wenn sich jemand über die Missachtung seiner Person beschwert, weil ein im Vertrauen gesprochenes Wort dann doch so schnell an die Öffentlichkeit geraten ist – auch wenn es mich in diesem Fall mal nicht betraf, tut mir so ein Verhalten stellvertretend weh. Wahrscheinlich mehr als dem Geschädigten selbst. Kann mir mal jemand sagen, warum ich diesen verflixten Weltschmerz in mir tragen muss und nicht einfach glücklich sein darf? Jeden Tag was Neues, an dem ich kranken muss. Herrgott noch mal, es wär jetzt wirklich genug!

/rant

Advertisements

Kommentare? Stets willkommen!

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s