Über¦gangs¦weise

Blind. Ich wandle blind durch die Welt. Blind meinen Mitmenschen gegenüber. Blind gegenüber mir selbst. Blind was meine  Bedürfnisse betrifft. Blind. So blind.

Geblendet von dem, was ich in mir sehe, spüre. Was ich erfahren darf und was ich erfahren muss. Geblendet von Überirdischem, von abgrundtiefer Hässlichkeit, von Erkenntnissen, so tiefgreifend, dass es mich erschüttert. Dass ich die geblendeten, blinden Augen nicht abzuwenden vermag.

Es bannt mich, zieht mich zu sich, ich wehre mich – und will doch genau dort hin. Muss ich überhaupt dagegen ankämpfen? Mein Verstand sagt, ja! Zweifellos. Kämpfe, wehre dich! Du darfst nicht schwach werden! Und mein Herz – mein Herz ist – blind. Müde. Es schmerzt. Es schlägt, dennoch.

Transition… Ein Schweben zwischen den Welten, weder vor noch zurück können – und doch von beiden Seiten gezogen werden. Zerrissen werden. Wo ist die Alternative? Gibt es überhaupt einen anderen Ausweg? Nicht ganz und nicht halb sein können dürfen müssen. Lediglich wählen zwischen Verletzen und Selbstverstümmelung. Nicht mal Tränen lindern den blinden Blick auf das, was ist.

Schlafen. Wachen. Routinieren. Konditioniert. Fremdgesteuert. Leblos.

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Ein Gedanke zu “Über¦gangs¦weise

  1. Sind es nicht die Blinden die uns die Augen öffnen? Ist es nicht die Blindheit die bunt am Horizont schimmert ? Mach die Augen zu und sehe! So erscheint ein klares Bild…..Du bist auf dem richtigen Weg! C.

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