Hello Goodbye – edit

Der vorletzte Tag des Jahres 2012. Eigentlich Blödsinn, von „Jahresende“ und „Neuanfang“ zu sprechen – es geht ja doch immer weiter, kein Reset, kein Zurückblicken-und-Bessermachen. Das Rad dreht sich unaufhörlich. Geschehen ist geschehen, wir müssen mit gemachten Erfahrungen und den daraus entstandenen Narben weiterleben.

Ein paar Highlights aus 2012 gefällig? Nicht, dass ich allen Ernstes fragen würde, hier sind sie:

Freundschaft schrieb sich dieses Jahr ganz groß. Unglaublich schön zu spüren, auf wen man zählen kann, und auch, dass man sehr auf mich gezählt hat. Ein Geben und Geben ist Freundschaft. Gute Gespräche habe ich geführt, und mir ist, als könne ich das erste Mal in meinem Leben sagen, ich habe über wirklich alles reden können, was mich beschäftigt. Rar gesät sind solche Menschen, mit denen man am liebsten alles, alles teilen möchte, was sich im Laufe von Jahren in Herz und Hirn angesammelt hat. Und das muss unbedingt auf Gegenseitigkeit beruhen, sonst ist es ineffizient. Zwillingsseelchen, in diesen Zeilen steckt ein Lächeln ganz allein für Dich!

Premieren gab es dieses Jahr auch, und zwar nicht wenige, ich bin selbst überrascht, dass mein Schatten wohl doch nicht zu groß ist, um drüberzuspringen. Ein wenig als Mut getarnter Leichtsinn, ein wenig Anstacheln von außen, eine Prise neu gewonnenen Selbstbewusstseins, und schon ist man mittendrin statt nur dabei. Seither weicht das „Ich kann aber nicht“ immer öfter einem „Ich probier’s halt mal“, und damit lebte es sich dieses Jahr ganz gut.

Fies ist es, wenn sich eine Katastrophe auf Samtpfoten anschleicht und sich zunächst verschmust und freundlich gibt. Und wider besseren Wissens lässt man sich dann doch vom hypnotischen Schnurren betäuben und reicht der Katastrophe die Hand, in Erwartung weichen Fells und einer rauen Katzenzunge. Stattdessen schlägt sie einem die Krallen ins Fleisch, und erst später, viel später, stellt man fest, dass sie einem die ganze Zeit schon in die Schuhe gepinkelt hat, nur dass man‘s nie bemerkt hat. Oder nicht bemerken wollte.  Wer sein Vertrauen so leichtfertig verschenkt, der verdient es nicht anders.

In dieser Sache hoffe ich einerseits auf persönliche Konsequenzen, die ich gleichzeitig fürchte: ich will nicht mit einem verkrüppelten, enttäuschten Herzen leben, ich will aber auch nicht verletzt werden. Ich setze daher mal auf meine mir eigene Unbelehrbarkeit in Verbindung mit etwas Glück.

Aussichten für 2013: Weitermachen, aber nicht um jeden Preis. Dinge überdenken, und seien sie noch so alt und eingefahren. Neue Wege finden und sie eventuell sogar beschreiten. Noch mehr lesen und lernen. Also raus aus der Routine und rein ins Leben. Ich bin jetzt schon gespannt, was ich in 365 Tagen darüber sagen kann.

P.S.: Ja, ich habe editiert. Manche Dinge benötigen Abstand, um sie klar zu sehen, manche benötigen viel mehr Nähe, um sie zu verstehen. Verstanden habe ich nicht wirklich, allzu klar sehe ich auch noch nicht. Aber ich bleibe optimistisch und setze meine Hoffnung – wieder einmal – auf dieses neue Jahr. Nix zu verlieren – und alles. Man wird es erleben.

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