Klippen umschifft

Naja, eigentlich waren es mehr Klippchen. Nichts Weltbewegendes. Steuerunterlagen. Kontenwechsel. Die üblichen Ärgernisse mit Bank, Telekom, Post. Übrigens habe ich Post von der Telekom bekommen, richtige echte Papierpost! Ich weiß jetzt auch, warum ich seit Jahren nichts von denen gehört habe (per Post, ansonsten wird jeden Monat nur fleißig abgebucht). Die haben immer noch meine alte Adresse und ignorieren nach wie vor konsequent meine Namensänderung. Was soll ich denn noch machen? Zurückschreiben, wie toll ich das finde, dass ich Post bekomme, obwohl ich eigentlich gar nicht existiere, zumindest nicht unter dem Namen und der Adresse? Vor lauter Freude rosarote Zuckerherzchen werfen, auf denen „I ♥ Telekom“ eingraviert ist? Meine Verzweiflung ist grenzenlos, aber ich bleibe mal optimistisch.

Die etwas größere Klippe, die es noch zu umschiffen gilt, ist die drohende Adventszeit. Überall bunte Lichter, Weihnachtsmärkte, mit Menschen vollgestopfte Einkaufsstraßen – und kein Land in Sicht. Weihnachtsfeiern ohne Ende, hier noch mal schnell treffen vorm Jahreswechsel, da noch mal fix ‘nen Termin vereinbaren – als ob man im Neuen Jahr dazu keine Zeit mehr hätte. Kann man nur hoffen, dass wirklich die Welt untergeht, das wär mal was Neues. Und Weihnachten selbst, ich will noch gar nicht daran denken. Jedes Jahr dieselbe Rennerei. Und jedes Jahr nehme ich mir vor, über die Feiertage wegzufahren, egal wo hin, Hauptsache keine Verwandten und kein Gänsebraten. Kannste aber auch nicht bringen, mahnt mich eine innere Stimme. Oh, halt die Klappe …

Anderes Thema: Ich habe meinen Traummann gefunden. Tatsächlich. Ich hab schon nicht mehr dran geglaubt. Er lief mir kürzlich über den Weg. Sah mich aus großen grünen Augen an und zog bei mir ein. Seitdem leben wir in einer herrlichen Symbiose aus kuscheln, kommunizieren und noch mal kuscheln. Mein Traummann liegt mir zu Füßen, im wahrsten Sinne des Wortes, manchmal muss ich aufpassen, dass ich nicht über ihn stolpere. Er bringt mich täglich zum lächeln und fordert dabei nichts, nicht mal Verpflegungskosten habe ich mit ihm! Dabei darf ich ihn mit all meiner Liebe überschütten, die er dankbar annimmt. Man schraubt seine Ansprüche ja gern etwas zurück, wenn man älter wird. Ich kann es akzeptieren, dass ich wohl nicht die Einzige für ihn bin. Aber es macht mir auch nichts aus, wenn er draußen herumstromert, die Nacht über wegbleibt und sein Mittagessen offensichtlich woanders einnimmt. Immerhin ist er kastriert und stubenrein, kratzt und beißt nicht, und das Beste: Wenn ich mal keine Zeit oder keine Lust habe, bleibt er einfach draußen.

Ich liebe Dich, Erdbeernäschen, Schokopünktchen, Gummifüßchen!

Mme C.
(srsly)

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