Lazy Sunday

Gestern ein halber Weltuntergang mit Schneeregen und Minustemperaturen, heute wieder Sonne satt. Und trotzdem ziehe ich es vor, den Tag auf der Couch zu verbringen. Ausruhen, auftanken vor der neuen Arbeitswoche. Zeit, das zu tun, wofür im Alltag wenig Zeit bleibt. Eine Menge angelesene Bücher liegen noch herum. Und wie ich so auf der Couch liege, warm eingepackt und beim Lesen eingedöst, passiert es schon wieder. Die Gedanken verselbständigen sich und wandern auf ausgetretenen Pfaden. Was beschäftigt mich?

Zum Ersten
Ich habe einmal wieder erfahren dürfen, wozu echte Freunde da sind. Lachen? Feiern? Aber gern, so oft es geht. Aber es darf auch mal ernster zugehen. Wahre Worte habe ich hören dürfen, und einige Wahrheiten, die mir zunächst nicht allzu sehr geschmeckt haben. Dennoch, alles was gesagt wurde, hat seine Berechtigung. Als echter Freund darf man sich durchaus Sorgen machen, und man darf, ja sollte das auch zur Sprache bringen.  Manchmal gar nicht schlecht, mal zu hören was andere so denken. „Und was fang ich jetzt damit an?“ war meine zugegebenermaßen unbescheidene Frage am Ende unseres Gesprächs. „Das musst du selbst wissen“ – was ich mir hätte denken können. Aber: „Wir sind auf alle Fälle für dich da, egal was du draus machst.“ Gut zu wissen. Danke, Ihr seid meine Besten.

Zum Zweiten
Bisher habe ich mich aus Zickereien erfolgreich herausgehalten. Nachgegeben, um Situationen zu entschärfen, mich einsichtig gezeigt um zu deeskalieren. Berechtigten Ärger heruntergeschluckt um des lieben Friedens Willen. Am Wochenende fragte ich mich allerdings: Was, wenn ich es anders handhaben würde? Einfach mal Blasrohr und Puderzucker einpacken und stattdessen auch das Zickenprogramm hochfahren. Ich glaube das wäre erst mal ziemlich lustig und irritierend.

Und zum Dritten
Ein weiteres Mal die Erfahrung gemacht: Eltern sind nicht zu objektiver Kritik fähig, egal wie alt du bist.  Gib ihnen deshalb bloß nichts von dir zu lesen. Es sei denn, es ist unterhaltsam, unverfänglich und handelt um Himmels Willen nicht von deinem Seelenleben. Sonst kommen Kommentare wie: „Ein guter Psychologe könnte da weiterhelfen.“ Oder: „Sprachlich ist es schon okay, aber … Als Vater macht man sich so seine Gedanken.“ Nein. Bitte. Ihr habt da nix falsch gemacht. Ich hole lediglich ein paar Wörter aus den Tiefen meiner Gehirnwindungen, die da rumlungern, schmeiße ein paar überflüssige Emotionen dazu und streue über das Ganze ein wenig Sarkasmus (oder das, was ich für Sarkasmus halte. Ich hab in der Schule gefehlt, als das behandelt wurde). Durchrühren, aufkochen, fertig. Das ist lediglich ein einfaches Kochrezept und keine Bombenbauanleitung. Das nächste Mal reiche ich wieder ein Kindermärchen ein. Die Reaktion darauf kann ich schon erahnen: „Hm. Ja. Schön.“ Hallo? Wie objektiv ist das denn bitte?

Schönen entspannten Sonntag noch!
Mme C.

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