Ein rosarotes Tuch

Die Telekom macht zur Zeit telefonische Umfragen bei ihren Kunden, ob sie weiterhin telefonisch Angebote unterbreiten darf. Aha. Anscheinend darf ich als Kunde nun selbst bestimmen, ob ich genervt werden möchte oder nicht. Fein!

– „Schönen guten Tag, Frau A. …“
– „C. mittlerweile, wie aus meinem Antrag auf Namensänderung vor mehr als 2 Jahren hervorgehen dürfte.“
– „Ah, ja, Frau C. Dann trag ich das gleich mal ein…“

Ein oft gehörter, nie umgesetzter Satz. Trotzdem danke für die Mühe.

– „Dürfen wir Sie also weiterhin über unsere interessanten Angebote per Telefon informieren?“
– „Nun, um ehrlich zu sein, wenn ich tatsächlich die Wahl habe, dass Sie das eben nicht mehr tun … Klare Entscheidung: Nein!“
– „Jahaa, aber unsere aktuellen Angebote …“
– „Lese ich auf Ihrer Website nach, sofern sie mich interessieren.“
– „Aber die sind doch nur für Neukunden, für langjährige Kunden wie Sie, … *spick* Frau C. (Oh danke! Sogar fast richtig ausgesprochen), haben wir immer spezielle Treuetarife. Blablabla.“
– „Das finde ich ja auch sehr nett von Ihnen. Dennoch: nein.“
– „Naja. Dann erhalten Sie unsere Angebote weiterhin per Post und E-Mail zusammen mit Ihren Rechnungen… Sie empfangen Ihre Rechnung doch per E-Mail?“

So?

Ich weiß. Ich bin echauffiert. Bin ich immer, wenn ich die Telekom am Telefon habe. Klares Denken fällt mir dann schwer, schwerer als sonst, darum bitte ich für etwaiges Missverstehen der ganzen Situation um Nachsicht.

Zunächst einmal: Welchen Sinn hat da noch eine zusätzliche, telefonische Information, wenn ich das, was ich sowieso nicht wissen will, angeblich ebenfalls per Post und E-Mail bekomme?

Und weiter: Oha. Wunder Punkt. Dünnes Eis. Weil: ich seit Jahren weder Papierpost noch E-Mails von der Telekom erhalte, aufgrund dessen ich mich hartnäckig und über Jahre hinweg (wirklich!) mit deren geballter Inkompetenz herumgeärgert habe, weil ich es durchaus als schön empfunden hätte, eine echte Rechnung zu bekommen und die Kosten damit nachvollziehen zu können und nicht mittels Kontoauszug darüber zu spekulieren, woraufhin  ich letztendlich kapituliert habe, denn: im Zeitalter von Festnetz- und Internetflats ist es ohnehin egal, und real variiert der Betrag im Monat auch nur geringfügig.

Also scheiß drauf, aber scheiß auch auf weitere nervige Anrufe während meiner Arbeitszeit. Naja, nicht ganz so krass habe ich das zu vermitteln versucht, doch ein freundlich-nachdrückliches „Es interessiert ich wirklich nicht! Rufen Sie mich bitte nicht mehr an!“ war dann zum Schluss noch drin gewesen.

Hach. Fühlt sich das gut an.

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